- Traismauer: Wertvolle Exponate wie der Brief von Erzbischof Khlesl (1536) sind nicht mehr auffindbar - Unglaublich: Niederösterreichs ältestes Archiv in Bananenschachteln und unklimatisierten Räumen
Dicke Luft in der Gemeindestube Traismauer (Bezirk St. Pölten): ÖVP und Liste MIT zeigen das Verschwinden wertvoller Exponate aus dem bis ins Jahr 1420 zurückreichenden Marktarchiv sowie dem Heimatmuseum bei der Staatsanwaltschaft an. „Wäre man dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss vom 19. 8. 1999 gefolgt und hätte das Archiv sowie wertvolle Museums-Exponate dem Landesarchiv als Dauerleihgabe überlassen, wären unsere Kunstschätze noch vollständig und in einem weit besseren Zustand!“, poltert Stadtrat Lukas Leitner, der auch von Mäusefraß und Schimmelbefall auf den alten Schriften oder zu Staub zerfallenen römischen Metallfunden weiß. Er kritisiert auch Kulturstadtrat Alfred Kellner, der am 31. März 2008 per Mail auf diesen Skandal aufmerksam gemacht wurde, bislang aber nichts unternommen habe.
Kellner wäscht seine Hände in Unschuld und legt selbige dafür ins Feuer, dass seit seinem Amtsantritt 2005 nichts verschwunden ist. Auch sei er erst im Zuge der „Heute“-Recherche über das Verschwinden von Kulturschätzen wie der Khlesl-Brief oder eine Schusterrechnung an Walther von der Vogelweide informiert worden. Karl Müllauer