Lebkuchen, Schoko-Brezel, Glühwein: Schaut man sich die Supermarktregale an, muss man feststellen, dass der Sommer nahtlos in die Vorweihnachtszeit übergeht. Viele Käufer sind verärgert über den frühen Start und sie rufen laut Umfrage nach einem Stichtag für einschlägige Weihnachtsware.
Jeder dritte Teilnehmer einer Online-Umfrage des Instituts „YouGov“ in Deutschland ist über die Maßen erbost über den allzu frühen Anblick von Adventnaschereien im Geschäft. Dieses Drittel ruft nach einer gesetzlichen Regelung: Einschlägige Weihnachtsware soll erst ab einem Stichtag im November angeboten werden dürfen.
Das Gros der Befragten würde aber nicht ganz so weit gehen. Mehr als 60 Prozent der Befragten ärgert zwar das frühe Auftauchen von Weihnachtsleckereien beim Nahversorger ums Eck. Sie bangen um die tatsächliche Vorfreude auf Weihnachten.
Das Ausmaß der Empörung orientiert sich überdies am Lebensalter. Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen hat mehrheitlich kein Problem mit frühen Weihnachtsangeboten. Bei den 45- bis 54-Jährigen ist die Ablehnung hingegen quantitativ am stärksten.
Die Nahversorgerketten argumentieren: Lebkuchen im Spätsommer zu kaufen sei der Wunsch vieler Kunden, daher werde diese Köstlichkeit auch angeboten. Lebkuchen und Tee, das sei eine gefragte Kombination, wenn die Tage kürzer und die Abende wieder kühler werden. Auch der Wettbewerb spielt daneben eine Rolle.