Kundinnen von Promi-Schneider belästigt

Ein bekanner Wiener Schneider soll bei Dutzenden Frauen das Maß für Respekt verloren haben. Kundinnen berichten von ungewollten Umarmungen, Grapschereien und skurillen Sex-Angeboten.

Für derben Diskussionsstoff sorgt nun ein Schneider unweit einer großen Einkaufsstraße in Wien. Auf Facebook erklärte eine Frau, dass der Mann sie sexuell belästigt hätte. Daraufhin meldeten sich Dutzende Kundinnen, denen er bei Näharbeiten ebenfalls zu nahe gekommen sein soll.

"Ich habe meine Kleidung zum Umändern zu ihm gebracht. Er hat mich beim Maßnehmen schon eigenartig angefasst und mir dann gesagt, dass ich meine Sachen am besten abends abholen soll, damit er mit mir Sex haben kann", erzählt eine der Betroffenen erschüttert im Gespräch mit "Heute". "Er versuchte sogar, mich zu küssen."

Während manche Kunden das Verhalten des Stoffspezialisten als "Humor" oder "Schmäh" abtun, ist vielen der betroffenen Frauen nicht zum Lachen. "Er wollte Umarmungen, küsste mich zur Begrüßung und ließ mich nicht mehr los. Er hat mir Dates angeboten und gemeint, es sei ihm egal, dass ich einen Mann habe. Das ginge den ja nichts an", so eine weitere Ex-Kundin im Gespräch mit "Heute".

"Bei mir hat er immer Bussis eingefordert und wollte mich nie zahlen lassen. Irgendwann wurde es mir zu bunt, ich habe mich wirklich gegraust und bin dann nicht mehr hingegangen", berichtet eine andere Frau. Aus dem Schneider ist der Mann nicht: Die Betroffenen wollen nun Anzeige erstatten.

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