Kunst in 56 Metern Höhe: LUMA-Kunstprojekt eröffnet

Futurismus in Frankreich: Der Frank-Gehry-Ausstellungsturm in Arles
Futurismus in Frankreich: Der Frank-Gehry-Ausstellungsturm in ArlesFrank Rumpenhorst / dpa / picturedesk.com
Der LUMA-Ausstellungskomplex, eines der größten privaten Kulturprojekte Europas, öffnet am Samstag in Frankreich seine Pforten.

Kunst soweit das Auge reicht: Am 26. Juni wird im südfranzösischen Arles der 56 Meter hohe Ausstellungsturm des amerikanischen Architekten Frank Gehry eröffnet. Das spektakuläre Gebäude besteht aus 11.000 Aluminiumplatten und ist Teil des 11 Hektar großen LUMA-Ausstellungskomplexes der Schweizer Milliardärin Maja Hoffmann. 

Wie die LUMA-Stiftung mitteilte, sollen zeitgleich vier der sieben umgebauten ehemaligen Werkstätten der französischen Eisenbahn für Ausstellungen und Performances zugänglich sein. Die Kosten des gigantischen Gehry-Turms werden auf bis zu 150 Millionen Euro geschätzt. Das Terrain für die Kunst hat Hoffmann bereits 2010 für zehn Millionen Euro erworben.

Arles soll zum hippen Kunst-Hotspot werden

Hoffmann, die Miterbin des Hoffmann-La Roche-Pharmakonzerns ist, will die 52.000 Einwohner zählende Römerstadt in einen hippen Kunst-Hotspot verwandeln. 2014 zog die Milliardärin mit ihrer 2004 in der Schweiz gegründeten Stiftung zur Förderung von Kunst-, Kultur- und Umweltprojekten nach Arles. Der Name der Stiftung setzt sich aus den Vornamen von Hoffmanns Kindern, Lukas und Marina, zusammen. 

In den französischen Medien wird die 65-jährige Kunstsammlerin auch "Königin von Arles" genannt. Sie finanziert die Rencontres d'Arles mit, eines der bedeutendsten Fotofestivals und sitzt im Vorsitz im Verwaltungsrat der Fondation Van Gogh, deren Gründung auf ihren Vater Lukas Hoffmann zurückgeht.

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