Kunst-Krimi im Wiener Dorotheum

Ein 50.000 Euro-Porzellan-Porträt von Zar Peter dem Großen sollte im Wiener Dorotheum versteigert werden. Als die Prüfer den Verkaufskatalog routinemäßig durchschauten, entdeckten sie, dass das Relief international gesucht wird.

Vor zehn Jahren war das Kunstwerk aus dem Moskauer Estate-Ostankino-Museum gestohlen worden. Die Spur der Ermittler führt zu einem französischen Verkäufer, über den der jetzige Besitzer das weiße Bildnis mit blauem Hintergrund und goldenem Rahmen dann ins Dorotheum brachte, um es versteigern zu lassen.

Hellhörig wurden die Ermittler, als der Auktionskatalog vom "Art Loss Register" vor der Versteigerung routinemäßig überprüft wurde. Das auf über 50.000 Euro geschätzte Relief fand sich in der weltweit größten Datenbank für gestohlene Kunstgüter.

In einer Stellungnahme des Dorotheums hieß es, dass das Kunstwerk sofort aus der Auktion zurückgezogen wurde. Jetzt ermitteln Staatsanwaltschaft und Interpol. Bis der Fall geklärt ist, bleibt das Relief zur Verwahrung im Dorotheum.

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