Kupfer-Diebstahl entwickelte sich zu Krimi

Die Polizei konnte einen mutmaßlichen Kupferdiebstahl in großem Stile aufklären- Symbolbild. 
Die Polizei konnte einen mutmaßlichen Kupferdiebstahl in großem Stile aufklären- Symbolbild. Roland Muehlanger / picturedesk.com
Zum wiederholten Mal soll ein Kupferdieb in Kärnten zugeschlagen haben. Der Fall entwickelte sich für die Beamten zu einem echten Krimi.

Am Dienstagnachmittag wurde den Beamten der Polizeiinspektion Villach Neufellach Anzeige erstattet, dass sich auf einem Balkon in Villach größere Mengen an Kupferkabel befinden und dass ein Mann gerade dabei wäre diese Kupferkabel abzuisolieren und in kleine Stücke zu schneiden.

Bei sofortiger Nachschau der Beamten konnte vorerst niemand angetroffen werden. Kurze Zeit später konnte eine 31-jährige Frau aus Villach angetroffen werde, die angab, dass ihr 31-jähriger Ehemann derzeit nicht zuhause ist. Durch umfangreiche Ermittlungen der einschreitenden Beamten konnte im Nahbereich ein Fahrzeug vorgefunden werden, indem sich Werkzeug und eine erhebliche Menge an Kupferkabeln befanden. Die Besitzerin des Fahrzeuges, eine 28-jährige Frau aus Villach und Schwester des 31-jährigen Villachers, konnte angetroffen werden und gab an, dass mit diesem Fahrzeug ausschließlich nur ihr Freund fahren würde. Dabei handelt es sich um einen 35-jährigen slowenischen Staatsbürger, wohnhaft in Villach, der sich nicht zuhause befinden würde.

Komplize will nichts von Diebstahl gewusst haben

Zwischenzeitlich konnte von den Beamten erhoben werden, dass es in der Zeit von 17.06.2022, 15:00 Uhr und 21.06.2022, 07:15 Uhr einen Einbruchsdiebstahl im Gemeindegebiet von Arnoldstein gab, bei dem ca. 2.000 Meter Kupferkabel gestohlen wurde. 

Aufgrund der zwischenzeitlichen Erkenntnisse wurde der Pkw von den Beamten sichergestellt. In weiterer Folge konnte von den Beamten auch der 31-jährige Villacher erreicht werden, welcher aufgefordert wurde, auf die PI Neufellach zu kommen. Dieser Aufforderung kam der 31-jährige nach. Dort wurde er von den Beamten mit den Vorwürfen konfrontiert. Der 31-Jährige gab an, dass er lediglich dem Freund seiner Schwester, dem 35-jährigen Mann aus Slowenien, beim Abisolieren geholfen habe. Dafür habe ihm der 35-jährige 100 bis  200 Euro versprochen. Von einem Kupferkabeldiebstahl hätte er nichts gewusst.

Auch Schlagring sichergestellt 

Aufgrund der vorliegenden Faktenlage wurde der 31-jährige festgenommen, wobei bei ihm auch noch ein Schlagring vorgefunden wurde.

In den Abendstunden des 21.06.2022 wurde an der Wohnadresse der 28-jährigen Villacherin eine freiwillige Nachschau durchgeführt. Dabei konnten am Balkon abisolierte Kupferkabelstücke, Isoliermaterial und Werkzeug vorgefunden werden. Ihr 35-jähriger Freund konnte noch nicht angetroffen und befragt werden. Weitere Erhebungen diesbezüglich werden vom Kriminalreferat des SPK Villach geführt. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung. 

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