Kurt Scheuch legte Funktion bei FPÖ auf Eis

Kurt Scheuch hat seine Funktion als FPÖ-Bezirksparteiobmann von Spittal an der Drau ruhend gestellt. Grund für den Rückzug Kurt Scheuchs sind Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in einer Affäre um Scheinrechnungen an Kärntner Medienunternehmen, mit denen Geld aus dem Land in Richtung Partei geflossen sein soll.

Von der FPÖ wurde dies dementiert. Kurt Scheuch selbst wie auch sein Bruder Uwe sind in der Causa derzeit keine Beschuldigten. An Kurt Scheuchs Stelle tritt als geschäftsführender Bezirksparteichef der Bürgermeister von Mühldorf, Erwin Angerer. Mehrere der Firmen, die die Scheinrechnungen stellten, haben ihren Sitz im Bezirk Spittal. Bei einer dieser Firmen ist laut Firmenbuch ein bisher hochrangiger Spittaler FPÖ-Funktionär beteiligt.

Dieser wird von der WKStA als Beschuldigter in der Causa geführt. Angerer sagte zur APA, dass der Parteifunktionär für die Dauer der WKStA-Ermittlungen beurlaubt wurde. Dies sei auf eigenen Wunsch passiert. Aus der Partei ausgeschlossen wurde er nicht. Ob der Mann auch in seiner Funktion als Vizebürgermeister einer Gemeinde im Bezirk seinen Hut nimmt, konnte Angerer nicht mit Sicherheit sagen.

In der Causa Scheinrechnungen geht es um den Verdacht der Untreue. Die WKStA überprüft, ob über ein Firmengeflecht, einen früheren Mitarbeiter des damaligen freiheitlichen Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch sowie zahlreiche überhöhte Rechnungen und Scheinrechnungen Geld aus dem Land in Richtung des BZÖ beziehungsweise später der FPK (nun wieder FPÖ) floss.

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