Wie macht man Wohnen günstiger? Ansatz der Jungen ÖVP von Sebastian Kurz: Für den Erwerb der ersten eigenen Wohnung soll der Staat auf Grunderwerbssteuer und Grundbuchgebühr verzichten. Bei Mieten soll die Vertragsgebühr entfallen - für alle bis 35 Jahre.
Wie macht man Wohnen günstiger? Ansatz der Jungen ÖVP von Sebastian Kurz: Für den Erwerb der ersten eigenen Wohnung soll der Staat auf Grunderwerbssteuer und Grundbuchgebühr verzichten. Bei Mieten soll die Vertragsgebühr entfallen - für alle bis 35 Jahre.
Musste man vor fünf Jahren nur ein Viertel seines Einkommens fürs Wohnen aufwenden, ist es heute bereits ein Drittel. Auf der Suche nach Dämpfung der Kostenexplosion legte Sebastian Kurz sein Ohr auf die Schiene der Geschichte: Wie im Jahr 1955 sollen Käufer von der Grunderwerbssteuer (3,5 Prozent) befreit werden.
"Das gilt nicht für Investoren", stellt Kurz im "Heute"-Gespräch klar. Voraussetzungen wären: erstmaliger
Grunderwerb, Nutzung als Hauptwohnsitz für mindestens acht Jahre. Zusätzlich soll die Grundbuchgebühr
(1,1 Prozent) entfallen. Pro Kauf brächte das eine Ersparnis von 5.000 bis 20.000 Euro. Für Mieter unter 35 Jahren soll die Vertragsgebühr entfallen (bei 1.000 Euro Miete 360 Euro).
Wie aber kompensiert man den erwarteten Steuerentgang von jährlich 100 Millionen Euro? Die JVP schlägt die Privatisierung von Büroimmobilien vor. 600 Liegenschaften würden 1,2 Milliarden Euro bringen und die Gebührenbefreiung für bis zu zwölf Jahre finanzieren.
E. Nuler