Lkw mit 27 Flüchtlingen an OÖ-Grenze entdeckt

27 Personen fuhren auf der Ladefläche des Lkw mit.
27 Personen fuhren auf der Ladefläche des Lkw mit.Bundespolizei
Bei einer Kontrolle in Bayern (bei Passau) wurde Schlepperei im großen Stil aufgedeckt. Auf der Ladefläche eines Lkw fuhren 27 Flüchtlinge mit.

Eine Streife der Bayerischen Landespolizei unterzog einem aus Rumänien kommenden Lkw, Dienstag kurz vor 8 Uhr früh, in Windorf (Landkreis Passau) einer Verkehrskontrolle. Dabei wurde auch die Ladefläche des Sattelaufliegers begutachtet und die 27-köpfige Gruppe entdeckt.

Laut Bundespolizei Passau handelt es sich um 17 Männer und vier Frauen aus Syrien, drei Männer und eine Frau aus dem Irak sowie jeweils eine Frau aus Kuweit und Eritrea. Auch zwei Kinder waren unter den Flüchtlingen.  

Der Fahrer - ein 26-jähriger Rumäne - gab bei der ersten Befragung durch die Polizei an, nichts von den blinden Passagieren auf der Ladefläche gewusst zu haben. Nach Aussage der Geschleusten erfolgte der Zustieg in den Lkw in Rumänien. Für die Schleusung sollen die Personen eigenen Angaben zufolge bis zu 5.000 Euro pro Person bezahlt haben. 

"Personenübergabe" verhindert

Nur wenige Meter hinter dem Lkw befand sich ein Opel Zafira. Als es zur Polizeikontrolle kam, drückte der Fahrer aufs Gas und flüchtete. Die Polizei konnte den verdächtigen Lenker wenig später auf einem Parkplatz stoppen. Im Auto saßen zwei Syrer. Sie wollten einen Mann aus dem Lkw abholen, wie sie der Polizei gegenüber angaben. Beide verfügen über eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland.

Drei Personen auf dem Weg zurück nach Rumänien

Gegen die Männer, im Alter von 27 und 32 Jahren, wird wegen des "Verdachts der Beihilfe zur unerlaubten Einreise" ermittelt. Sie sind mittlerweile auf freiem Fuß. 

24 der insgesamt 27 Eingeschleusten wurden an die Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf übergeben. Drei Männer sollen in den nächsten Tagen zurück nach Rumänien überstellt werden. Der Lenker des Lkw wurde festgenommen und in die JVA Regensburg gebracht. 

Die Ermittlungsarbeiten zur Schleusung und möglicher Hintermänner hat die Bundespolizei Passau übernommen. 

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