"Kurz versteht nichts" – NEOS gegen 1G-Plan von Kanzler

"Dass Bundeskanzler Kurz den Zugang zu Après-Ski nur für Geimpfte in Ausschicht stellt, zeigt einmal mehr, wie wenig er auch nach anderthalb Jahren von dieser Krankheit und ihrer Bekämpfung versteht", kritisiert Loacker.
"Dass Bundeskanzler Kurz den Zugang zu Après-Ski nur für Geimpfte in Ausschicht stellt, zeigt einmal mehr, wie wenig er auch nach anderthalb Jahren von dieser Krankheit und ihrer Bekämpfung versteht", kritisiert Loacker.Martin Juen / SEPA.Media / picturedesk.com
Die NEOS kritisieren den Kurz-Plan, bei steigenden Zahlen nur noch Geimpften Zugang zum Après-Ski zu gewähren. Genesene seien jenen gleichzustellen.

Après-Ski nur noch für Geimpfte – dies stellte zumindest Bundeskanzler Sebastian (ÖVP) kurz in einem Zeitungsinterview am Samstag in Aussicht. Er stellte klar, dass wohl auch die heurige Wintersaison alles andere als normal sein wird.

Sollte sich die Corona-Situation weiter verschärfen, werden nur noch Geimpfte Zugang zu Apres-Ski-Lokalen erhalten, so Kurz gegenüber der deutschen Funke-Mediengruppe. Eine ähnliche Forderung gab es davor schon von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

NEOS gegen 1G

Anders sehen das hingegen die NEOS. "Dass Bundeskanzler Kurz, wie schon zuvor der Gesundheitsminister, den Zugang zu Après-Ski nur für Geimpfte in Ausschicht stellt, zeigt einmal mehr, wie wenig er auch nach anderthalb Jahren von dieser Krankheit und ihrer Bekämpfung versteht", so der Kommentar von NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker zur Dauerdebatte um eine 1G-Regelung.

 Zudem appelliert er erneut, beim Pandemiemanagement nicht ständig den Faktor "genesen" auszuklammern. Immerhin betreffe dieser zwei Millionen Menschen in Österreich.

1G "fachlich nicht zu argumentieren"

"Die Überlegungen zu 1G sind fachlich einfach nicht zu argumentieren. Wer ausreichend Antikörper gebildet hat, soll auch alle Freiheiten zurückbekommen – ob nun nach einer Impfung oder einer überstandenen COVID-Erkrankung."

Daher auch die Forderung der Neos:

"Aus virologischer Sicht sind Genesene den Geimpften gleichzustellen."

Eine Impfung kurz nach einer Erkrankung sei aus gesundheitlicher Sicht sogar wenig ratsam, meinen viele Experten. "Dann frage ich mich schon, auf welcher wissenschaftlichen Basis Kanzler Kurz seine Entscheidungen trifft?", so Loacker.

Impfquote steigern

Dass diese mehr von Versagen, denn von Erfolg gekrönt seien, würde man am aktuellen Beispiel Braunau erkennen, wo seit heute Ausreisekontrollen in Kraft sind.

"Anstatt also immer öfter von 1G zu fantasieren, sollten Kurz und sein türkiser Kompagnon Stelzer schleunigst zusehen, wie die Impfquote – vor allem beim Impf-Nachzügler Oberösterreich – gesteigert werden kann. Doch hier bleibt die ÖVP bewusst untätig, um vor der Landtagswahl keine FPÖ-Wähler zu vergraulen – mit weitreichenden Folgen", ist sich der NEOS-Gesundheitssprecher sicher.

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