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Kurz vor Waffenruhe weiter viele Tote in Gaza

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:26

Neuer Anlauf zur Beendigung des blutigen Gaza-Konflikts: Seit Samstag um 8.00 Uhr Ortszeit gilt im aktuellen Nahost-Krieg eine 12-stündige Feuerpause, in die sowohl Israel, als auch die Hamas eingewilligt haben. Kurz zuvor kam es in der Nacht aber noch einmal zu Gefechten mit vielen Toten.

: Seit Samstag um 8.00 Uhr Ortszeit gilt im aktuellen Nahost-Krieg eine 12-stündige Feuerpause, in die sowohl Israel, als auch die Hamas eingewilligt haben. Kurz zuvor kam es in der Nacht aber noch einmal zu Gefechten mit vielen Toten.

Kurz vor Beginn der Feuerpause im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben am Samstag 18 Palästinenser durch israelischen Panzerbeschuss getötet worden. Andere Quellen sprachen von 16 Opfern. Die Opfer seien Mitglieder einer Familie, die in ihrem Haus im Süden des Gazastreifens in Khan Yunis eingeschlossen gewesen seien.

Schon fast 1000 Tote

Mindestens zwölf weitere Angehörige der Al-Najar-Familie seien in der Nacht auf Samstag verletzt worden, teilte Ashraf al-Kidra, der Leiter der palästinensischen Rettungsdienste in Gaza, mit. Die Familie war zuvor wegen der israelischen Angriffe aus dem weiter östlich gelegenen Dorf Khussaa nach Khan Yunis geflohen.

Damit sind seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive gegen die Hamas 881 Palästinenser getötet worden, die meisten davon Zivilisten. Aber auch zwei weitere israelische Soldaten wurden getötet. Wie das Militär am frühen Samstagmorgen mitteilte, starben sie Freitagabend bei Kampfhandlungen. Seit Beginn des aktuellen Konflikts sind damit insgesamt 37 israelische Soldaten ums Leben gekommen.

Israel zerstört weiter Tunnel

Israel will am Samstag auch während der zwölfstündigen humanitären Waffenruhe seine Aktivitäten zur Lokalisierung und Zerstörung von Tunneln der Hamas im Gazastreifen fortsetzen. Falls die "Terroristen" diese Zeit benutzen würden, um israelische Militärangehörige anzugreifen oder auf israelische Zivilisten zu schießen, werde die Armee dies beantworten, hieß es weiter. Die Zivilisten in Gaza, die aufgefordert worden seien, ihre Häuser zu verlassen, sollten nicht nicht zurückkehren, warnte das Militär.

Die Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe gehen am Samstag in Paris weiter, erklärte US-Außenminister John Kerry am Freitagabend bei einer Pressekonferenz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Zu dem Treffen in Paris wurden Außenminister oder hochrangige Diplomaten aus einer ganzen Reihe von Ländern erwartet. Dazu zählten nach Angaben eines französischen Diplomaten Vertreter Deutschlands, der USA, Italiens, Großbritanniens, der Türkei und Katars. Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton werde anwesend sein.

Ziel ist eine Woche Feuerpause

Die aktuelle Waffenpause habe Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, Kerry und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Freitag ausverhandelt. Die Hamas stimmte in der Nacht auf Samstag zu. Die Zivilbevölkerung solle sich mit Lebensmitteln und Wasser versorgen können. Krankenhäuser sollten ihre Vorräte an Medikamenten aufstocken und internationale Hilfsorganisationen humanitäre Hilfe leisten können. Ziel sei es dann, die Waffenruhe auf eine Woche ausdehnen zu können.

Seite 2: Wieder Flüge nach Tel Aviv & UN-Schule beschossen!

Militante Palästinenser feuerten am Freitag erneut Raketen auf den Großraum Tel Aviv ab.In der Küstenstadt Ashkelon wurde ein Haus direkt getroffen. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu traf in Katar ein, um Hamas-Exilchef Khaled Mashaal zu treffen. Katar und die Türkei gelten als die letzten Verbündeten der Hamas, auch .

"Fehlschuss" auf UN-Schule

Beim folgenschwersten Angriff am Donnerstag  starben in einer UN-Schule voller Flüchtlinge  nach palästinensischen Angaben mindestens 16 Menschen. Mehr als 200 Schutzsuchende seien in dem Gebäude in Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen verletzt worden. Israels Armee spricht inzwischen von einem "Fehlschuss" auf die UN-Schule, entweder durch die eigenen Streitkräfte oder die Hamas.

Bei gewaltsamen Protesten tausender Palästinenser im Westjordanland wurden nach Angaben von Rettungskräften am Donnerstagabend und Freitag sechs Menschen getötet und Dutzende verletzt. Drei der Opfer kamen durch Schüsse des israelischen Militärs ums Leben. Zwei weitere, einen 22-Jährigen und einen 17-Jährigen, erschoss ein jüdischer Siedler in der Nähe von Nablus.

Flugverbot wurde aufgehoben

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat ihr Flugverbot für Israel und den Flughafen von Tel Aviv am Donnerstag wieder aufgehoben. Auch der britische Billigflieger Easyjet sowie die italienische Alitalia kündigten die Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach Israel an.

Die Lufthansa und Air Berlin wollen ab Samstag ebenfalls wieder nach Tel Aviv fliegen. Sie hatten den Flughafen Ben Gurion wegen der anhaltenden Raketengefahr seit Dienstag nicht mehr angeflogen. Die .

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