Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz plant, das Wiener Pilotprojekt mit Hausbesuchen bei Familien mit Migrationshintergrund, auszuweiten. So sollen diese besser in die Gesellschaft integriert werden.
Die Zielgruppe der Hausbesuche sollen Menschen sein, die von der Gesellschaft abgeschottet sind. Kurz will damit Familien zwischen drei uns sechs Jahren erreichen. "Mit diesen Kindern wird die Sprache gelernt, motorische Fähigkeiten geschult, der Schuleintritt vorbereitet. Und es hat den positiven Nebeneffekt, dass die Mütter, die sich verpflichten, das Programm jeden Tag mit den Kindern zu wiederholen, Deutsch lernen und erstmals Anschluss an die Mehrheitsbevölkerung finden", sagte Kurz im ORF-Morgenjournal.
Hausbesuch von Frauen gleicher Herkunft
Damit die Aktion für die Zuwanderer nicht befremdlich wirkt, sollen die Helfer Frauen sein, die dieselbe Herkunft haben. Das Konzept wurde zuletzt in Wien in einem Pilotversuch umgesetzt. Kurz war mit dem Ergebnis zufrieden. Bereits nach vier Wochen seien die Fortschritte "auffällig". Vier von fünf Kindern sollen Lernerfolge zeigen, die Mütter in Alltagssituationen plötzlich damit beginnen, Deutsch zu sprechen.
Nun sollen Hausbesuche an 18 Standorten in Niederösterreich, Salzburg, Tirol, Kärnten und der Steiermark durchgeführt werden. Kurz rechnet mit Ausgaben in der Höhe von 300.000 Euro. "Hier geht es um Kinder noch vor oder rund um den Schuleintritt. Es lohnt, dass man hier ansetzt. Weil hier können wir das Thema noch gewinnen", rechtfertigt Kurz die Ausgaben. Ähnliche Konzepte wurden bereits in den USA, Kanada, Israel und Deutschland umgesetzt.