Beim Lkw-Bauer MAN in Steyr sollen ab Oktober für vorerst sechs Monate rund 2.000 der 2.400 Beschäftigten kurzarbeiten, so ein Online-Bericht der "OÖNachrichten". Als Grund wurde u.a. die Russland-Krise angegeben. Der Absatz westlicher Autobauer in Russland ist seit Beginn der Krise deutlich eingebrochen.
angegeben. Der Absatz westlicher Autobauer in Russland ist seit Beginn der Krise deutlich eingebrochen.
Die Belegschaft ist demnach am Montag über die Maßnahme informiert worden. Aus dem Unternehmen war vorerst niemand für für eine Stellungnahme zu erreichen.
Laut Bericht rechnet MAN nicht damit, dass 500 für den russischen Markt vorgesehene Lkw tatsächlich noch heuer in Auftrag gegeben werden, das habe das Fass zum Überlaufen gebracht. "Zwischen April und Juli hatten wir ein übliches Geschäft. Nach dem Sommer fehlen aber die Neuaufträge - und zwar dramatisch", wird Betriebsratsvorsitzender Erich Schwarz zitiert.
Russland-Absatz für westliche Autos eingebrochen
hat den Neuwagen-Absatz in Russland einbrechen lassen. Auf dem zweitgrößten Automarkt Europas nach Deutschland gingen im Vorjahresvergleich die Neuzulassungen im Juli um knapp 23 Prozent und im August um 25,8 Prozent zurück, wie der Verein europäischer Unternehmen (Association of European Businesses, AEB) am Montag in Moskau mitteilte. In den acht Monaten von Jänner bis August gingen die Verkäufe demnach um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.
Die Nachfrage nach Autos, insbesondere nach denen der westlichen Hersteller, war in Russland jahrelang gestiegen. Ab dem Frühjahr 2013 gab das rasante Wachstum nach; seit Beginn der Ukraine-Krise sind die Verkäufe im freien Fall. Die haben den Rubel abstürzen lassen - das macht importierte Pkw und Autoteile aus dem Ausland teurer. Die russischen Kunden halten sich bei Neuanschaffungen zudem zurück, weil sie nicht wissen, wie ihre Lage sich entwickelt.