Israel-feindliche Fluglinie will Wien ansteuern

Araber zieht es nach Wien.
Araber zieht es nach Wien.Bild: picturedesk.com
Kuwait Airways nimmt keine Israelis mit. Ab Juni will die Fluglinie auch in Wien landen. Dem Flughafen Schwechat sind die Hände gebunden.

Geplant sind drei wöchentliche Direktverbindungen der arabischen Fluglinie zwischen Wien und dem internationalen Flughafen in Kuwait City. Ab Juni soll es losgehen, vorerst soll die Verbindung nach Wien bis September angeboten werden.

Keine Geschäfte mit Israelis

Doch die Kuwait Airlines sind ein umstrittenes Unternehmen. In Deutschland sorgte ein Fall für Aufregung, in dem ein Israeli, der einen Flug von Frankfurt nach Bangkok mit Zwischenlandung in Kuwait gebucht hatte, nicht mitgenommen wurde. Als die Gesellschaft von seiner israelischen Staatsbürgerschaft erfuhr, stornierte sie den Flug. Die Airline pochte auf ein kuwaitisches Gesetz, das Geschäfte mit israelischen Staatsbürgern verbietet.

"Negative Konsequenzen"

Der Fall ging weiter: Das zuständige Landgericht in Deutschland wies die Klage des Israeli gegen die Stornierung seines Fluges ab. Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kündigte daraufhin "negative Konsequenzen" für den Flugbetrieb der Airline in Deutschland an, sollten die Gespräche mit der kuwaitischen Seite zu keinem Ergebnis führen.

Ablehnung ohne Konsequenz

Dem Flughafen Wien erklärte, dass ihm die Hände gebunden seien. "Wir lehnen eine derartige Haltung grundsätzlich ab. Der Flughafen kann aber einer Airline nicht verbieten, in Wien zu landen, wenn sie die verkehrsrechtlichen und flugbetrieblichen Vorschriften erfüllt. Wir unterliegen hier dem Kontrahierungszwang", erklärte Flughafen Wien-Sprecher Peter Kleemann zur APA.

(red)

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