KV-Verhandlungen sind "erfolgreich gescheitert"

Die dritte Kollektivvertragsrunde im Handel wurde am Mittwochabend unterbrochen. Der ursprünglich für Donnerstag anberaumte Termin wurde abgesagt. "Wir sind erfolgreich gescheitert", sagte Manfred Wolf von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) nach Abbruch. Die Arbeitgeber haben 2,9 Prozent angeboten.

Die dritte Kollektivvertragsrunde im Handel wurde am Mittwochabend unterbrochen. Der ursprünglich für Donnerstag anberaumte Termin wurde abgesagt. "Wir sind erfolgreich gescheitert",  sagte Manfred Wolf von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) nach Abbruch. Die Arbeitgeber haben 2,9 Prozent angeboten.

Die Arbeitgeber hätten ein "völlig unseriöses Angebot gelegt. Wir haben ihnen klar gemacht, dass es einen Vierer vor dem Komma geben muss", erklärte Wolf. Die Gewerkschaft fordert gleich viel, wie die Metallgewerkschaft bei den diesjährigen Gesprächen ausverhandelte. Eine Forderung, die aus Sicht von Arbeitgeber-Chefverhandler Peter Buchmüller zu weit greift: "Es ist für uns unverständlich, dass die wirtschaftliche Situation der Betriebe von den Verhandlern der GPA-djp außer Acht gelassen wird."

Bei den Sonderzahlungen haben die Arbeitgeber bisher nur eine frühere Auszahlung des Urlaubsgeldes angeboten, nicht aber des Weihnachtsgeldes. Die Gewerkschaft fordert hier, dass die rund 520.000 Handelsangestellten das Urlaubs- und Weihnachtsgeld künftig schon einen Monat früher, nämlich am 30. Juni und 31. Oktober, auf dem Konto haben. Im Gegensatz zu den Metaller-Verhandlungen liegt derzeit noch keine Streikdrohung in der Luft. Wohl aber wird sich die Gewerkschaft am Donnerstag über Maßnahmen beraten, um den Druck erhöhen.

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