Kylie Jenner ist doch keine Milliardärin

Kylie Jenner beim Ausgehen in West Hollywood, Kalifornien, im September 2016
Kylie Jenner beim Ausgehen in West Hollywood, Kalifornien, im September 2016(Bild: Photo Press Service)
"Forbes" hat Kylie Jenner den Titel als jüngste Milliardärin der Welt entzogen. Die Berechnung ihres Vermögens habe auf gefälschten Steuerdokumenten basiert, heißt es.

Vor rund einem Jahr sorgte Kylie Jenner mächtig für Aufsehen, als sie vom Wirtschaftsmagazin "Forbes" zur jüngsten Selfmade-Milliardärin der Welt ernannt wurde. Die Kosmetikfirma Kylie Cosmetics hatte der damals 21-Jährigen das Vermögen eingebracht: Lange war Kylie alleinige Inhaberin des Unternehmens, bevor sie 2019 rund die Hälfte ihrer Anteile verkaufte – für 600 Millionen Dollar.

Nun ruderte "Forbes" zurück und erklärte, dass die jüngste Schwester von Kim Kardashian (39) doch keine Milliardärin sei. Das Magazin habe Einsicht erhalten in die Dokumente des Deals und dabei festgestellt, dass gewisse Zahlen nicht stimmen und die Rechnung schlussendlich nicht aufgeht. So seien unter anderem die Steuerdokumente, die Kylies PR-Team dem Magazin als Beweis für ihr Vermögen gezeigt hatte, "wahrscheinlich gefälscht" gewesen.

900 Millionen statt eine Milliarde

Man geht davon aus, dass die mittlerweile 22-jährige Kylie am Verkauf der Firmenanteile schlussendlich "nur" 340 Millionen Dollar verdient hat. Somit sei ihr Unternehmen "signifikant kleiner und weniger profitabel, als die Familie die Öffentlichkeit jahrelang im Glauben gelassen" hatte. Der Kardashian-Jenner-Clan kämpfe schon lange darum, auf den vorderen Rängen der jährlichen "Forbes"-Listen zu landen und habe Vertreter des Magazins regelmäßig "in ihre Villen" eingeladen.

Das Gesamtvermögen von Kylie Jenner wird nun auf 900 Millionen Dollar geschätzt. Diese revidierte Summe beinhalte auch eine Neuberechnung von Kylies jährlichem Profit – denn die Verkaufszahlen seien aufgrund der kleineren Größe von Kylie Cosmetics und der Nebenmarke Kylie Skin ebenfalls nicht so hoch, wie ursprünglich behauptet wurde.

"Kann nicht glauben, was ich lese"

Die Jungunternehmerin äußerte sich am Freitag zu den Vorwürfen von "Forbes". "Alles, was ich im Artikel sehe, sind inakkurate Statements und unbestätigte Vermutungen", schreibt Kylie auf Twitter. Sie habe nie um den Titel der weltweit jüngsten Milliardärin gebeten und schon gar nicht gelogen, um sich den Platz zu sichern. "Ich kann gar nicht glauben, was ich da lese."

In einem weiteren Tweet macht Kylie klar, dass sie auch ohne die Anerkennung von "Forbes" absolut zufrieden mit ihrem Leben ist. "Ich lebe ein gesegnetes Leben. Ich habe eine wunderbare Tochter, ein erfolgreiches Business und es geht mir sehr gut." Angesichts der aktuellen Weltlage sei dies die allerletzte Sache, worum sie sich momentan Gedanken mache.

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