La telenovela errante

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Ein Land als Seifenoper in einer Seifenoper in einer Seifenoper. Posthumes Pasticcio und Puzzle aus kürzlich aufgefundenen Fragmenten eines nur einwöchigen Workshops; in seiner traumverwandten Ambivalenz wie alles zu Lebzeiten des 2011 verstorbenen Meisterregisseurs Raúl Ruiz – und damit also sein (von Valeria Sarmiento fertiggestellter) 121. Film. Als er nach Jahrzehnten im Exil 1990 wieder nach Chile kam, wo die allgegenwärtigen Telenovelas dahinschnurrten wie ehedem, als bedürfte es unmittelbar nach der Diktatur gar keiner anderen Bilder und Töne, fühlte sich Ruiz wie ein Fremder im eigenen Land: „Wenn du im Leben nicht brav bist, wirst du im nächsten als Chilene geboren."

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