Weniger Gastro, mehr Grün für die "Sunken City"

Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (beide SPÖ) bei der heutigen Präsentation des Wettbewerbs zum Umbau der "Sunken City".
Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (beide SPÖ) bei der heutigen Präsentation des Wettbewerbs zum Umbau der "Sunken City".PID/Christian Fürthner
Nach dem Copa Beach wird nun auch die Sunken City umgebaut. Geplant ist eine neue Parklandschaft und ein bunter Gastro-Mix.

Während am CopaBeach die Sommersaison langsam zu Ende geht, steht der gegenüberliegenden Seite, der "Sunken City", eine Modernisierung bevor. Der Uferbereich soll neugestaltet werden, wie wurde nun in einem zweistufigen internationalen Wettbewerb ausgeschrieben.

"Wir alle erinnern uns noch an den unwürdigen Zustand der ehemaligen Copa Kagrana und freuen uns nun über das Top-Angebot am CopaBeachnach der Umgestaltung. Er ist zum absoluten Freizeit-Hotspot der Wienerinnen und Wiener geworden. Was uns in den letzten Jahren am CopaBeach gelungen ist, soll nun auch auf der anderen Seite Realität werden: wir wollen auf rund 13.000 m² eine neue zeitgemäße Waterfront mit neuen Standards gestalten, mit vielen Freiräumen und viel Grün und natürlich auch einem abwechslungsreichen gastronomischen Angebot", erklärt Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖP).

So soll ein weiteres Freizeitparadies am Wasser geschaffen werden, das in wenigen Minuten mit den Öffis erreichbar ist und Angebote für unterschiedlichste Ansprüche schafft.

Weniger Gastro, aber mehr konsumfreie Freiflächen und Platz für Sport

Die Pachtverträge der "Sunken City" laufen Ende 2022 aus. Daher wird nun das Projekt europaweit ausgeschrieben, um in Folge die besten Konzepte und Ideen zur Umsetzung zu bringen. "Das Ziel der Neugestaltung ist, die Gastronomie zu reduzieren, um mehr Raum für konsumfreie Flächen, für künstlerische Interventionen oder für innovative Sport-, Fitness- und andere Freizeitangebote zu schaffen", so Sima.

Der Bereich soll als angenehmer Aufenthaltsort und urbaner Treffpunkt gestaltet werden, eine Mischung aus parkähnlicher Landschaft unter den Auflagen des Hochwasserschutzes und urbaner Platzgestaltung. Auch während der Wintermonate soll der Bereich als Anziehungspunkt dienen und erlebbar sein, auch tagsüber genutzt werden, nicht nur wie bisher vorwiegend abends. Kommerzielle Nutzungen stehen dezidiert nicht im Vordergrund, sondern sollen lediglich als Ergänzung dienen. Dafür soll der Bereich wieder den Charakter eines Parks bekommen mit viel Grün und Freiraum.

"Als Bezirk freuen wir uns über die Attraktivierung der Flächen am Wasser und sind gespannt auf die Vorschläge aus dem In- und Ausland", betont der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy.

Hochwasserabflussbereich mit Charme der 80er

Die sogenannte Sunken City auf der Donauinsel ist baulich in die Jahre gekommen. Nicht zuletzt durch die intensive Nutzung ist die rund 40 Jahre alte Infrastruktur beschädigt, große Investitionen in die Substanz sind erforderlich. Daher hat sich die Stadt Wien dazu entschlossen, einen internationalen Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung des für Wien so wichtigen Hochwasserabflussbereiches ausloben zu lassen, um die notwendigen Investitionen auch gleich zur Attraktivierung zu nutzen.

In den 1980er Jahren entstanden hier stromaufwärts der Reichsbrücke die Lokale am und im Wasser. Die Sunken City selbst entstand auf der zwischen 1972 und 1988 errichteten Donauinsel, die wiederum aus Aushubmaterial gebaut wurde, das beim Bau des Entlastungsgerinnes gewonnen worden ist. Die Donauinsel gliedert sich in drei Teile, wobei der Nord- und der Südbereich naturnah ausgeführt wurden und der zentrale Bereich, etwa auch bei der Reichsbrücke, parkähnlich gestaltet wurde.

Neugestaltung von der Reichsbrücke bis zum ehemaligen Inselcafé

Das nun neu zu gestaltende Projektgebiet erstreckt sich von der Reichsbrücke bis hinauf zur Höhe des ersten Badestegs inklusive des ehemaligen Inselcafés, aber exklusive des Leuchtturms. Bewerben können sich in einem EU-weit ausgeschriebenen, zweistufigen Wettbewerb zum einen Planungsteams mit einem Referenzprojekt, das auf öffentlichem Grund realisiert worden ist. Weiters kann man sich mit skizzenhaft dargestellten Ideen bewerben. Als dritte Möglichkeit kann auch ein konkretes Nutzungskonzept vorgelegt werden.

Aus den dazu eingelangten Vorschlägen werden insgesamt neun interdisziplinäre Teams für die zweite Stufe ausgewählt. Es ist sichergestellt, dass aus jeder Kategorie Teams/TeilnehmerInnen dafür ausgewählt werden. Abgewickelt wird der Wettbewerb über die e-Wettbewerb-Plattform sunkencity.vergabeportal.at, die vom Auftragnehmerkataster Österreich, kurz ANKÖ, betrieben wird. Sämtliche Kommunikation wird über diese Vergabeplattform abgewickelt, die am 20. September freigeschaltet wird.

Bis Februar 2022 soll die Jury ein Siegerprojekt küren. In der Jury sind Experten der Stadt, des Bezirkes sowie aus den Bereichen Architektur und Bauwesen vertreten. Gemeinsam will man eine neue, zeitgemäße Waterfront gestalten und an die Erfolge des CopaBeach anschließen.

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