Lachgas-Verbot? Zahnarzt spricht von "Skandal"

Die Kammer empfahl Zahnärzten, kein Lachgas mehr anzuwenden. Implantologe Dr. Gerald Jahl aus Eggenburg (Horn) hält ein Verbot für eine „Katastrophe für Kinder und Eltern".

Nachdem der Oberste Sanitätsrat seine Bedenken zu Behandlungen mit Lachgas in Zahnarztpraxen geäußert hatte, überlegt das Ministerium ein Verbot. Aufgrunddessen empfahl die Zahnärztekammer ihren Mitgliedern schon jetzt, auf Lachgas zu verzichten.

"Katastrophe für Kinder und Eltern"

Besonders bei unbehandelbaren Kleinkindern und Angstpatienten wird die Methode bis heute erfolgreich angewandt. „Das ist eine Katastrophe für Kinder und vor allem für Eltern, die jetzt von Pontius zu Pilatus rennen müssen", ärgert sich Zahnmediziner Dr. Gerald Jahl aus Eggenburg (Horn).

Narkose "riskanter und teurer"

Laut dem Arzt sei nun bei harten Fällen eine Narkose die einzige Alternative. „Und das ist riskanter und teurer. Die Eltern müssen das aus der eigenen Tasche bezahlen. Kostenpunkt: 400 bis 500 Euro. Außer sie nehmen die Wartezeit von in NÖ bis fünf zu Monaten in Kauf. Das bedeutet, dass es derzeit tausende Kinder gibt, die nicht behandelt werden können."

I. Nittner

(nit)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
EggenburgGood NewsNiederösterreichMedizinKinderStreit