Ungewöhnlich für einen absoluten Weltstar musste Lady Gaga am Sonntag in der Wiener Stadthalle vor nicht ganz ausverkauftem Haus im Rahmen ihrer "artRAVE: the artpop ball"-Tour Station machen. Die 28-jährige Sängerin verzauberte ihre "Little Monster" trotzdem mit einer farbenprächtigen Bühnenshow und einer stimmlich recht rohen Performance.
Ungewöhnlich für einen absoluten Weltstar musste am Sonntag in der Wiener Stadthalle vor nicht ganz ausverkauftem Haus im Rahmen ihrer "artRAVE: the artpop ball"-Tour Station machen. Die 28-jährige Sängerin verzauberte ihre "Little Monster" trotzdem mit einer farbenprächtigen Bühnenshow und einer stimmlich recht rohen Performance.
Nachdem man die "Vorbands" durchgestanden hatte, musste man noch fast eine Stunde lang entbehrlich-generische Elektro-Musik über sich ergehen lassen, ehe Lady Gaga mit 39 Minuten Verspätung von zwei Dienern auf die Bühne getragen wurde.
Der Weltstar machte von der ersten Minute an klar, dass sie trotz des eher noch nicht abgeschrieben werden muss. In engem Glitzerkostüm stieg sie mit dem Titelsong des letzten Albums in ihr Hit-gespicktes Set ein.
Von zahlreichen Tänzern sowie einer Live-Band unterstützt gab die 28-Jährige Vollgas. Nach "Venus" hielt sie das erste Mal kurz inne, um mit ihren kleinen Monstern zu plaudern. Diejenigen, die nur wegen ihrer Hits da wären, können gleich wieder gehen, wetterte Gaga vom Laufsteg, der über die Köpfe der Fans bis in die Mitte der Stadthalle ragte. Trotzdem gabs unmittelbar darauf ein Medley aus "Just Dance", "Pokerface" und "Paparazzi" zu hören.
Nach einer weiteren blitzschnellen Umzugspause folgte mit dem aggressiv und äußerst emotional dargebotenen 4 Non Blondes-Cover "What's Up" der erste musikalische Höhepunkt. Danach gings mit mit "Dope" und dem rockigen "Yoü And I" weiter.
Gänsehaut bei "Born This Way"
Den emotionalen Climax fand die Show bei der nur am Klavier dargebotenen, ruhigen Version von "Born This Way". Bevor Lady Gaga die Nummer anstimmte, holte sie zwei junge Burschen auf die Bühne, herzte sie und setzte sie neben sich vor die Tasten. Unzählige Hände wurden auf die Frage gehoben, wer im Saal homosexuell sei. "Wer sich jetzt unwohl fühlt, soll besser die Halle verlassen, denn hier sind verdammt viele Homosexuelle", schoß die Schwulen-Ikone Gaga scharf gegen Homophobie.
Mit einer verswingten Version des Cher-Klassikers "Bang Bang" wurde nach einigen schnelleren Nummern das nahende Ende der Show eingeleitet. Danach gab's noch weitere Kostümwechsel, den vorletzten sogar inklusive dem "skandalösen" Busenblitzer mitten auf der Bühne. Als neonfarbenes, dreadlockiges "Tank-Girl" wurde der Überhit "Bad Romance" zum Besten gegeben. Mit "Applause", "Swine" und der Zugabe "Gypsy" wurden die 11.000 Fans zufrieden nach Hause geschickt.
Die Setlist der Wien-Show:
1. ARTPOP
2- G.U.Y.
3. Donatella
4. Venus
5. Willkommen, Bienvenue, Welcome
6. MANiCURE
7. Just Dance
8. Poker Face
9. Paparazzi
10. Do What You Want
11. What's Up
12. Dope
13. Yoü and I
14. Born This Way
15. Edge Of Glory
16. Judas
17. Aura
18. Sexxx Dreams
19. Mary Jane Holland
20. Alejandro
21. Bang Bang (My Baby Shot Me Down)
22. Bad Romance
23. Applause
24. Swine
25. Gypsy