Bereits vor einem Jahr hat Lady Gaga ihre Fans und die Musikwelt mit der Nachricht geschockt, dass sie als junge Frau vergewaltigt wurde. Am Freitag hat sie darüber gesprochen, wie schwierig es war, das Erlebnis zu verarbeiten.
Bereits vor einem Jahr hat ihre Fans und die Musikwelt mit der Nachricht geschockt, dass sie als junge Frau vergewaltigt wurde. Am Freitag hat sie darüber gesprochen, wie schwierig es war, das Erlebnis zu verarbeiten. Sie gab sich lange Zeit selber die Schuld an der Tat.
Gaga wurde als Teenager von einem Produzenten, mit dem sie damals zusammenarbeitete, vergewaltigt. "Ich habe es für sieben Jahren niemandem erzählt. Ich wusste nicht, wie ich darüber denken sollte. Ich wusste nicht, wie ich es akzeptieren sollte. Ich hatte keine Ahnung, wie ich nicht mir selber die Schuld daran geben konnte. Es war etwas, das mein Leben verändert hat. Es hat mich komplett verändert", sagte sie am Freitag in New York.
Sie gab sich anfangs selber die Schuld an der Vergewaltigung: "Aufgrund des Kleides, das ich an dem Abend getragen hatte und der Art und Weise, wie ich als provokante Person auf andere wirke, dachte ich lang, dass ich das irgendwie selber herausgefordert habe, dass es meine Schuld war".
"Lass euren Schmerz nicht verrotten"
Sie sprach sich ihre damaligen Zweifel bei einem Pressetermin für die Dokumentation "The Hunting Ground" von der Seele. Der Film prangert das Tabuthema von Vergewaltigungen an US-Hochschulen und Universitäten an. Sie fordert Opfer auf, sich nach sexuellen Übergriffen nicht zu verstecken, sonder darüber zu reden. "Wir wollen nicht, dass ihr euren Schmerz in euch wie eine alten Apfel in einer Schublade verrotten lasst. Es ist wie alten Müll raustragen. Lasst uns das gemeinsam tun", sagte sie.