"Mir reicht es jetzt endgültig. In der Nacht kann ich bei 30 Grad nicht einmal bei offenem Fenster schlafen", ärgert sich Magister Franz A. aus Klosterneuburg (Bezirk Tulln). Der 54-Jährige ist einer von vielen Anrainern des Kaiserparks am Roman-Scholz-Platz in der Oberen Stadt.
Auf dem idyllischen Plätzchen befinden sich ein restauriertes Denkmal von Kaiser Franz Joseph I., mehrere Parkbänke sowie der Gastgarten einer benachbarten Bar. "Fast täglich, besonders am Wochenende bis 5 Uhr herrscht ein unzumutbares Gegröle von besoffenen Jugendlichen, das durch den Hof direkt in mein Schlafzimmer schallt", klagt er gegenüber "Heute".
An den Bürgermeister habe sich der Mann, der bereits mehrmals um Invaliditätspension angesucht hat, mit der Bitte, Polizeistreifen zu schicken, bereits gewandt. "Mein Recht auf Ruhe als kranker Mann dürfte aber gleichgültig sein", meint er.
Auch beim Lokal, das angrenzend seinen Schanigarten betreibt, hat sich der Klosterneuburger bereits beschwert, wie der Manager der Bar "Uptown", David Schwarz, auf "Heute"-Anfrage bestätigt. "Das Problem ist hauptsächlich, dass, wenn wir zusperren, die Jungen weiterhin im Park sitzen bleiben und lautstark Musik hören und so weiter. Wir schließen den Gastgarten pünktlich um 24 Uhr, aber der Park ist allgemeine Fläche. Es ist schwierig", so Schwarz, der betont, dass man darüber keine Handhabe habe.
Auch Streifen der Polizei kontrollieren regelmäßig, ob die Sperrstunde des Gastgartens auch eingehalten wird und niemand auf der Straße lärmt, heißt es seitens des "Uptown".
Der 54-jährige Lärmgeplagte fühlt sich im Stich gelassen: "So kann es nicht weitergehen."