Seit längerer Zeit leidet ein Mann aus einem bestimmten St. Pöltner Stadtteil unter dem Lärm und Staub des Lkw-Verkehrs. Immer wieder suchte der Anfangdreißiger das Gespräch, hatte sogar eine Konversation mit Bürgermeister Matthias Stadler (SP). Aber: Lösungen oder Abhilfe gab es nie.
Heuer im Sommer rief der Mann wieder mal das Magistrat in St. Pölten an, um seinen Unmut zu äußern. Doch bei der ersten Vermittlungdame blieb der Anrufer hängen, sagte dann zornig: "Dann hau' ich Euch a Bombn eine." Der Angeklagte rief nochmal an, kam erneut nicht weiter und sagte: "Dann muss ich Amok laufen."
Dann dämmerte es dem St. Pöltner, er rief ein drittes Mal an, um zu relativieren und sich zu entschuldigen. Zu spät: Die Anzeige war bereits gemacht worden.
"Ich wollte mir nur Gehör verschaffen. Ich weiß, es war dumm von mir", entschuldigte sich der einsichtige und nachvollziehbar lärmgeplagte Angeklagte beim Prozess. Daher kam er mit 100 Sozialstunden im Rahmen einer Diversion davon.