Lange Zeit galt Konrad Laimer als der Musterschüler des Red-Bull-Imperiums. Bis auf Jugendverein USC Abersee verbracht Laimer seine gesamte Laufbahn bei den Bullen. Über die Jugendabteilung von Red-Bull-Salzburg schaffte der 25-Jährige den Sprung in den Profikader der Mozartstädter.
Nach starken Auftritten wechselte der gebürtige Salzburger zu Schwesternklub RB-Leipzig in die deutsche Bundesliga. Dort zählt der ÖFB-Star zu den absoluten Leistungsträgern und wird seither von Top-Klubs beobachtet. So soll vor allem der deutsche Rekordmeister Bayern München großes Interesse an einer Verpflichtung zeigen. In England macht das Gerücht die Runde, dass Manchester United seine Fühler ausgestreckt haben soll.
Bei RB-Leipzig hat Laimer noch einen bis 2023 datieren Vertrag. Laut einem Bericht des "Kicker" will Leipzig unbedingt mit dem Österreicher verlängern, dieser soll jedoch bereits seinen Wechselwunsch bei den Verantwortlichen deponiert haben. Er wird bei den Deutschen keinen neuen Vertrag unterschreiben. Für die Sachsen stellt also die laufende Transferperiode die letzte Möglichkeit dar, Laimer gewinnbringend zu verkaufen. Andernfalls droht ein ablösefreier Abgang.
Bereits vergangene Woche gaben die Leipziger die Verpflichtung von ÖFB-Star Xaver Schlager bekannt. Auch Schlager ist die Red-Bull-Schule durchaus bekannt. Er spielte zwischen 2011 und 2019 in diversen Nachwuchsteams der Salzburger. Nach seinem Durchbruch in der Profi-Mannschaft folgte der Wechsel zum VFL Wolfsburg.
Nach Marcel Sabitzer könnte mit Konrad Laimer also der nächste ÖFB-Star auf einen Abschied von den Leipzigern drängen. Sabitzer verließ die Bullen im vergangenen Jahr Richtung Bayern München. Nun droht ein weiterer Abgang.
In den vergangenen Jahren entwickelte sich Leipzig immer mehr zur ÖFB-Hochburg. Dies scheint sich nun zu ändern. Mit Neuzugang Xaver Schlager könnte bei einem Laimer-Abgang in der nächsten Saison nur ein Österreicher im Kader stehen. Seit der Saison 2019/20 entschieden sich einige ÖFB-Kicker die Sachsen zu verlassen. Neben Hannes Wolf (Gladbach) wechselte beispielsweise auch Stefan Ilsanker (Frankfurt) den Verein.
Ehemalige Salzburg-Stars entscheiden sich gegen einen Wechsel zum "Schwesternklub". Martin Hinteregger beispielweise kämpfte sich über den FC Augsburg zu Top-Klub Eintracht Frankfurt. Stefan Lainer verzichtete ebenfalls auf Leipzig und schloss sich Liga-Konkurrent Mönchengladbach an. Auch Valentino Lazaro wählte einen Karriereplan ohne einen Transfer zu den Roten Bullen. Er wechselte zu Hertha BSC, steht mittlerweile bei Inter Mailand unter Vertrag.
Auch bei Shooting-Star Nicolas Seiwald ist weiterhin unklar, ob er zu Leipzig wechselt. Fakt ist, dass ein Verbleib in der österreichischen Bundesliga sehr unwahrscheinlich ist. Durch starke Auftritte bei den Salzburgern und zuletzt für Österreich in der Nations-League, zeichnet sich ein Transfer in eine Top-Liga ab. Laut Medienberichten zeigt unter anderem der Bullen-Schwesternklub Interesse an einer Verpflichtung. Neben Wolfsburg und Leverkusen hat auch Dortmund seine Fühler nach dem 21-Jährigen ausgestreckt. Es bleibt also fraglich, ob Seiwald den direkten Schritt zu Leipzig als nötig erachtet...