Wien

Lambo-Bande schnappt sich Luxus-Autos um 1,3 Mio. Euro

Großer Geldwäsche-Prozess um Luxus-Autos in Wien: Ein 43-Jähriger soll Lamborghini, Porsche und Mercedes mit falschen Papieren verkauft haben.
Christian Tomsits
27.09.2023, 17:34
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Am Wiener Landesgericht geht es momentan um Pferdestärken und ordentlich Cash: Mit zumindest 12 feinsten Fahrzeugen im Wert von 1.313.205 Euro soll in der Wiener Donaustadt zwischen 2019 und 2020 großangelegt Geldwäsche betrieben worden sein.

Die umfangreiche Anklage gegen die Beschuldigten ist nicht nur für Juristen, sondern auch für PS-Freunde ein gefundenes Fressen: Denn unter den gedealten Autos finden sich beliebte Boliden, wie ein Porsche 911er, Mercedes S-63 AMG, E- und G-Klassen, mehrere Audi A6 und ein Range Rover – alle sind aktuell konfisziert. 

Auto umlackiert wie in GTA

Ein Lamborghini Hurican (Wert: 215.000 Euro) soll vor dem Weiterverkauf sogar von grau auf giftgrün umfoliert worden sein – wie in Grand Theft Auto. Der Autohändler (43) musste sich am Mittwoch vor Gericht verantworten. Er soll die im Ausland unterschlagenen Autos mit falschen Papieren gekauft, dann (gewinnbringend) weiterverkauft haben – bevorzugt in bar.

"Mein Mandant ist selbst Opfer, wusste nichts von der illegalen Herkunft der Autos", meinte Verteidiger Klaus Ainedter, der für Freiheit des Angeklagten kämpft. Ein international gesuchter Autoschieber soll das Mastermind der Bande sein und alleine für alle Verbrechen verantwortlich sein. Doch der Mann ist in der Ukraine untergetaucht und nicht auffindbar – vertagt. Ein Urteil wird erst für November erwartet. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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