Der deutsche Bundestagspräsident Norbert Lammert ist nach sieben Jahren nun geständig: Auch er habe einen Montblanc-Stift auf Staatskosten bestellt.
Innerhalb von zehn Monaten hatten insgesamt 115 Abgeordnete des deutschen Bundestags Kugelschreiber im Wert von 68.800 Euro bestellt - und das auf Kosten der Steuerzahler. Schon 2009 hatte die Tageszeitung "Bild" den Füller-Skandal aufgedeckt. Die Folge: ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen der Tageszeitung und dem Bundestag, weil Lammert die Namen der Kuli-Käufer nicht verraten wollte.
Unter anderem habe ein Abgeordneter alleine an seinem letzten Arbeitstag Montblanc-Schreiber um 1.901,34 Euro auf Kosten der Steuerzahler gekauft. Elf andere Abgeordnete gönnten sich mehr als einen Luxus-Stift pro Monat.
Seit der Aufdeckung des Kuli-Skandals rückte der Bundestagspräsident nicht mit den Namen aller betroffenen Abgeordneten heraus.