Land NÖ beim Klimaticket "noch nicht am Ziel"

Landesrat Ludwig Schleritzko
Landesrat Ludwig SchleritzkoBild: Daniel Schreiner
Trotz guter Gespräche sei man "noch nicht am Ziel", so Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, warum NÖ zum Start des Klimatickets nicht dabei ist.

Trotz guter Gespräche im Sommer sei man "noch nicht am Ziel", argumentierte der niederösterreichische Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) am Mittwoch, warum die Ostregion noch nicht beim Start des Klimatickets am 26. Oktober dabei ist. "Die größte Tarifreform aller Zeiten muss auf allen Tarifstufen finanziell und organisatorisch gut durchdacht sein."

"Ostregion wichtigste Pendlerregion Österreichs"

"Das gilt gerade für die Ostregion als wichtigste Pendler-Region Österreichs", betonte Schleritzko. Er gab sich freilich "zuversichtlich, dass wir, gemeinsam mit den Partnern in Wien und im Burgenland, in den kommenden Wochen und Monaten zu einer Übereinkunft mit dem Verkehrsministerium kommen werden".

Kritik der Opposition

"Dass Niederösterreich bei der Umsetzung des österreichweiten 1-2-3-Tickets nicht mit an Bord ist, war leider abzusehen", stellte SPÖ-Verkehrssprecher und Landtagsabgeordneter Gerhard Razborcan fest. Schleritzko habe seine Prioritäten "augenscheinlich in anderen Bereichen". Die Landessprecherin der Grünen, Helga Krismer, kritisierte, dass Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher "aufs Abstellgleis" stelle. Neos-Verkehrssprecherin und Landtagsabgeordnete Edith Kollermann bezeichnete es als "enttäuschend, dass Niederösterreich trotz monatelanger Verhandlungen einer österreichweiten Lösung im Weg steht".

Burgenland fordert gemeinsame Vorgehensweise

Das Burgenland forderte eine gemeinsame Vorgangsweise beim Klimaticket. "Die Vorgehensweise der Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) ist schon mehr als hinterfragenswert", denn die Verkündung sei nicht abgesprochen gewesen, so Landesrat Heinrich Dorner (SP) in einem Statement. "Wir haben immer gesagt, dass wir für die Einführung des Klimatickets sind, aber wir sind noch mitten in den Verhandlungen." Offene Fragen müssten gemeinsam geklärt werden, forderte Dorner: "Eine Politik des Drüberfahrens wird zu keinem Ziel führen." Wichtig sei, dass es eine Lösung gibt, von der die Pendler aller Bundesländer gleichermaßen profitieren, betonte der Landesrat.

Petrik drängt auf mehr Tempo

Die burgenländische Grünen-Chefin Regina Petrik drängte in einer Aussendung auf mehr Tempo der östlichen Bundesländer bei den Verhandlungen im Verkehrsverbund: "Der baldige Start des Klimatickets ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz, hat aber auch soziale Bedeutung." Den burgenländischen Pendlern bringe das Klimaticket eine spürbare Entlastung im Vergleich zu den aktuellen Fahrtkosten, erklärte Petrik.

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