Beim Aufprall eines Autos gegen ein Schulgebäude in London sind am Donnerstag sieben Kinder und zwei Erwachsene verletzt worden. Eines der verletzten Kinder erlag später seinen Verletzungen, wie die Polizei am Nachmittag mitteilte. Der goldfarbene Land Rover hatte zuvor die Grundschule im Stadtteil Wimbledon gerammt. Wie schwer die Verletzungen waren, ging aus den Mitteilungen der Behörden zunächst nicht hervor. Die Betroffenen wurden ersten Angaben zufolge vor Ort behandelt. Die Polizei betonte, sie gehe nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Festnahmen gab es demnach nicht.
Der erste Notruf soll um kurz vor zehn Uhr Ortszeit eingegangen sein. Auf Fernsehbildern war der beschädigte Geländewagen neben dem Gebäude zu sehen. Über 20 Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte waren vor Ort. Berichten zufolge riefen die Behörden einen "schweren Vorfall" aus. Die Londoner Feuerwehr teilte mit, sie unterstütze die Rettungskräfte mit zwei Löschfahrzeugen und zwei Einheiten.
Der Unfall ereignete sich während einer Tee-Party zum Ende des Semesters, wie britische Medien berichten. Die Kinder und ihre Lehrkräfte seien draußen auf dem Rasen gesessen, als der Wagen heranraste. Offenbar durchbrach er einen Zaun, bevor er über die Wiese fuhr und ins Schulgebäude krachte. Am Steuer soll eine Frau gesessen haben, die sich zuvor im nahen Golf-Club aufgehalten hatte.
Der Nachrichtensender Sky News zitierte einen Polizeibeamten, wonach der Zusammenstoß schwer gewesen sein soll. Britischen Medien zufolge handelt es sich um die The Study Prep Wimbledon School, eine Schule für Mädchen im Alter von vier bis elf Jahre. Diese ist rund 1,5 Kilometer vom Tennis-Club entfernt, wo das weltberühmte Grand-Slam-Turnier stattfindet.
Innenministerin Suella Braverman zeigte sich betroffen von dem Vorfall. "Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen", schrieb die konservative Politikerin auf Twitter. Sie dankte den Behörden für ihren Einsatz. Es sei wichtig, dass diese nun ermitteln könnten.