Dem "Weißen Zoo" in Kernhof geht wie berichtet das Geld aus. Wegen der Besucherrestriktionen sowie der geschlossenen Shops und Gastronomie klafft ein riesiges Loch im Budget. In einer Aussendung teilte Zoo-Direktor Rainer Zöchling kürzlich mit, dass es finanziell knapp werde und bat um Hilfe. "Die Tiernahrung muss von privat Erspartem gekauft werden", berichtete er. So auch Spezialfutter für tropische Tiere und über 100 Kilo Rindfleisch am Tag.
Anders als in Schönbrunn, Haag oder Herberstein, wo Bund, Land oder Gemeinde für den Tierpark aufkommt, wird der Weiße Zoo (oder Kameltheater Kernhof genannt) rein privat geführt. Dennoch sprang jetzt das Land Niederösterreich für die Tiere in die Presche. Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) übergab 9.000 Euro für den Ankauf von Futter.
„Es geht darum, den Tieren über den Lockdown beziehungsweise den Winter zu helfen und darüber hinaus auch einen Betrieb zu retten, der für das gesamte Bundesland einen enormen Mehrwert hat. Das ist für mich Tierschutz mit Hausverstand“, sagte Waldhäusl. Zöchling bedankte sich beim Landesrat für das Geld. Er hofft, Ende März wieder Besucher empfangen zu können.