Länder an der Balkanroute: Laschere Grenzkontrollen

Die Kontrollen an der EU-Außengrenze sollten eigentlich verschärft werden.
Die Kontrollen an der EU-Außengrenze sollten eigentlich verschärft werden.Bild: EPA

Kroatien, Slowenien und Ungarn sollten seit Freitag die Grenzkontrollen verschärfen - tun sie aber nicht, weil Staus den Verkehr lahmlegten. Die EU ist wenig begeistert.

In der Flüchtlingskrise wurde die Balkanroute geschlossen, seitdem kommen praktisch keine Asylwerber auf diesem Weg nach Mitteleuropa. Seit vergangener Woche sollten die Grenzkontrollen neuerlich verschärft werden - doch die betroffenen Länder Kroatien, Slowenien und Ungarn haben diese Maßnahme trotz EU-Vorgabe wieder zurück genommen, nachdem es zu Mega-Staus im Urlauberverkehr gekommen war.

Dschihad-Rückkehrer rausfischen

Die neuen Vorschriften sollten unter anderem verhindern, dass Dschihad-Kämpfer aus dem Nahen Osten zurückkehren und in Europa Anschläge verüben. Daher sollten auch die Daten aller EU-Bürger, die die Grenzen passieren, elektronisch mit Fahndungslisten abgeglichen werden. Derzeit passiert das in den genannten Ländern nicht, lediglich Angehörige von Nicht-EU-Staaten werden kontrolliert.

Die EU ist über den Alleingang der Balkanstaaten nicht besonders begeistert. Noch diese Woche wird die weitere Vorgangsweise mit Experten in Brüssel besprochen.

(pl)

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