Die ÖVP-Front gegen ein Spekulationsverbot in der Verfassung bröckelt: Bei der Landeshauptleutekonferenz am Mittwoch sprachen sich alle für ein rasches Verbot aus.
Günther Platter (Tirol) und Josef Pühringer (OÖ, beide VP) sind sogar für bundeseinheitliche Regeln – wie SPÖ und Opposition im Nationalrat. Mittwochnachmittag trafen die ersten Prüfer in der Mozartstadt ein.
Mission: Genaue Prüfung der hochriskanten Derivatgeschäfte, Kontrolle der Bilanzen, Bewertung der Risiken. Weiter unklar ist der Verbleib von 445 Millionen Euro, die das Land für den Wohnbaufonds bekam – die dort aber nie ankamen.
SPÖ-Finanzlandesrat Brenner verspekulierte auch Privatgeld
Auch privat entwickelten sich die Aktiengeschäfte des mittlerweile zurückgetretenen Salzburger Landesrats David Brenner (SP) sehr schlecht. Wie die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, hatte die einstige SPÖ-Zukunftshoffnung im Jänner 2007 noch Papiere im Wert von 185.000 Euro in seinen beiden Aktiendepots.
Zwei Jahre später hat er nahezu 80 Prozent seines eingesetzten Kapitals verloren. Brenner hatte in die umstrittene Meinl European Land (MEL) investiert. Als das Geschäftskonstrukt zusammenbrach, reichte Brenner Klage ein. Erfolglos.