Ab heute hat der Handel in Oberösterreich wieder offen. Der vierte Lockdown ist vorbei. Wir Oberösterreicher (zumindest die, die geimpft sind) können wieder shoppen, ins Wirtshaus, zum Friseur oder ins Kino.
In Oberösterreich hat der Lockdown eine Woche länger gedauert als in den anderen Bundesländern. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) erklärte das damit, dass "wir immer noch zu viele Patienten auf den Intensivstationen haben – und die Impfquote zu klein ist". Es sei keine Entscheidung gegen die Wirtschaft gewesen, sondern eine für die Gesundheit.
Denn: "Jeder Tag mehr reduziere das Risiko, nicht jetzt aus einem Lockdown heraus gleich wieder in den nächsten zu schlittern", so der Landesthauptmann, der aber auch eine düstere Prognose abgab.
Er ist sich sicher: "Es wird eine fünfte Welle kommen. Und das Jahr 2022 wird ein schwieriges werden."
Inzwischen hat sich die Situation zwar in Oberösterreich etwas gebessert, aber: Sorge macht die Omikron-Variante. Aktuell gibt es 18 Verdachtsfälle bei uns – die Zahl hat sich in den vergangenen Tagen verdoppelt.
Und: Wir haben immer noch die niedrigste Impfquote im Bundesländer-Vergleich. Nämlich nur 64,6 Prozent. Das Burgenland ist inzwischen bei 74,4 Prozent, die Bundeshauptstadt Wien bei 68,1 Prozent.
Aktuell gibt es übrigens 8.732 Corona-Infizierte in Oberösterreich, davon liegen 315 in den Spitälern. 223 werden auf Normalstationen betreut (rund 70 Prozent davon sind nicht vollständig immunisiert), weitere 92 auf den Intensivstationen (rund 82 Prozent sind nicht vollständig geimpft).