Eine School Out Party mit Unterstützung der Volkspartei sorgte im vergangenen Sommer für einigen Wirbel am Beginn des einsetzenden Landtagswahlkampfes. Ein Einladungsschreiben des Disco-Betreibers erging samt Parteilogo an die Schulen. Die Freiheitlichen schalteten daraufhin die Linzer Staatsanwaltschaft ein.
ÖVP-Landesgeschäftsführer Michael Strugl erklärte damals, dass das Logo ohne sein Wissen vom Veranstalter auf das Briefpapier gesetzt worden war. Die Volkspartei zog sich in der Folge aus dem geplanten Sponsoring des Events in der Mühlviertler Disco zurück: Jene Schule, die am 15. Juli 2009 mit den meisten Schülern in das Lokal gekommen wäre, hätte 1000 Euro für Schulprojekte erhalten, für den Direktor hätte es zusätzlich 500 Euro gegeben.
Es besteht kein Grund zur weiteren Verfolgung
Landesrat Manfred Haimbuchner, im Sommer noch freiheitlicher Spitzenkandidat für die Landtagswahl, interpretierte die Reaktion aus dem Gleißner-Haus als Schuldeingeständnis in Bezug auf das Verbot der politischen Werbung an Schulen und brachte eine Anzeige wegen Amtsmissbrauchs und Bestechung gegen Unbekannt bei der Linzer Anklagebehörde ein. Diese gab den Akt an die Wiener Kollegen der Korruptionsstaatsanwaltschaft weiter.
Das Verfahren wurde nun eingestellt, weil kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung besteht, wie es in der Benachrichtigung der Behörde abschließend heißt.