Österreich

Landesparteien gehen auf Brautschau

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:01

Schwarz, Rot und Blau halten sich nach allen Seiten die Türen offen und bauen auf das Proporz-System. Grünen-Chef Rudi Anschober stellt Bedingungen für eine Zusammenarbeit und schließt FPÖ wie BZÖ aus

Eigentlich wird die Landesregierung in Oberösterreich nach dem Kräfteverhältnis bei der Wahl bestimmt. In der Praxis wird jedoch meist ein Regierungsübereinkommen, quasi eine Koalition, zwischen zwei Fraktionen vereinbart. Sie wählt dann auch den Landeshauptmann. Bisher gab Schwarz-Grün den Ton an. Geht es nach jüngsten Umfragen, wird es für eine Neuauflage jedoch knapp.

Grünen-Spitze Rudi Anschober stellte nun trotzdem erste Bedingungen für eine Koalition nach dem Wahltag und richtete sie an ÖVP und SPÖ. Inhaltlich sind sie keine große Hürde, ist doch vieles, wie zum Beispiel die Energiewende, bereits im Landtag. Die übrigen Parteien geben sich wenige Tage vor der Wahl bedeckt. Rein rechnerisch ergäbe Schwarz-Blau laut den Prognosen eine satte Mehrheit im Landesparlament. Nicht explizit ausgeschlossen ist jedoch auch eine große Koalition. Unwahrscheinlich ist hingegen eine Zusammenarbeit von SPÖ und FPÖ. Sie kämen derzeit auf insgesamt nur 46 Prozent.

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