Österreich

Landesrat Haimbuchner: "Schließungen sind nicht...

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:08

Der Vorschlag von SP-Staatssekretär Andreas Schieder, Mini-Spitäler aufzulassen, stößt nicht nur auf Widerstand: FPOÖ-Chef und Landesrat Manfred Haimbuchner will bei der Spitalsreform II auch über Schließungen reden und das Linzer AKh sowie die Ordenshäuser unter das Dach der Gespag bringen.

Schließungen von Standorten sind nicht tabu, wenn dadurch das Versorgungsniveau nicht gefährdet wird, präzisiert Haimbuchner im Gespräch mit Heute. Wichtig ist weiters, dass bei solchen Schritten die Erstversorgung gewährleistet bleibt, erklärt der FP-Chef.

Strukturell kann sich Haimbuchner tief greifende Reformen vorstellen: Nicht nur das Linzer Allgemeine Krankenhaus soll - wie berichtet - unter das Dach der Gespag kommen, sondern auch eine Eingliederung der heimischen Ordensspitäler in die landeseigene Gesellschaft sei zu überlegen. Ich habe nichts gegen die Einrichtungen, doch auch die Struktur muss bei dieser Gelegenheit überarbeitet werden, so Haimbuchner. In den kommenden fünf Jahren ist keine Wahl. Wann, wenn nicht jetzt, muss alles auf den Tisch und ohne Scheuklappen diskutiert werden, fordert der FP-Landesrat und kritisiert gleichzeitig: Ich wundere mich ob der aktuellen Mutlosigkeit der politischen Mitbewerber bei den Reform-Diskussionen.

Insgesamt ortet Haimbuchner bei der anstehenden Spitalsreform ein Einsparungspotenzial zwischen 75 und 100 Millionen Euro pro Jahr.

Jürgen Tröbinger

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