Tierheim in Klagenfurt erbte vier Millionen Euro!

Still und heimlich hat eine Kärntnerin das Landestierheim Klagenfurt als Haupterbe eingesetzt.
Still und heimlich hat eine Kärntnerin das Landestierheim Klagenfurt als Haupterbe eingesetzt.©Screenshot Facebook, Tierheim Klagenfurt, TIKO
Vier Millionen Euro! Diese stolze Summe erhielt kürzlich der Landestierschutzverein Kärnten in Klagenfurt. Eine gebürtige Engländerin wollte es so.

Nach langem Rechtsstreit hat der oberste Gerichtshof dem TiKo (Tierschutzkompetenzzentrum Klagenfurt) nun eine private Zuwendung aus einer Erbschaft in Millionenhöhe bestätigt. Das großzügige Vermächtnis stammt von einer verstorbenen Kärntnerin mit britischer Staatsbürgerschaft. Da die Enkel der Verstorbenen wenig amüsiert über den letzten Willen der Omi waren, zog sich der Prozess von 2016 bis in den April 2021.

Vier Millionen Euro aus Kriegsanleihen

Das Trustvermögen stammt zu einem wesentlichen Teil aus britischen Kriegsanleihen der begüteten Familie und beläuft sich auf rund vier Millionen Euro. "Meine erste Reaktion war natürlich große Freude und Dankbarkeit, aber wir kannten die Dame nicht und wissen nur, dass sie den Hund des verstorbenen Sohnes aufnahm und sehr tierliebend war", sagte Tierschutzvereins-Präsidentin Tara Geltner am Telefon zur HEUTE-Tierredakteurin. 

Spendengütesiegel verpflichtet

Spenden - auch aus einer Erbschaft - sind natürlich zweckgebunden und da das TiKo das Spendengütesiegel trägt, wird natürlich jeder Cent aus der Verlassenschaft genau überprüft. "Vier Millionen Euro ist natürlich eine gewaltige Summe! Unser Betrieb verschlingt im Jahr aber ungefähr 1,2 Millionen Euro Erhaltungskosten, deshalb möchten wir langfristig planen und sehr vorsichtig mit der überaus großzügigen Zuwendung umgehen", so Geltner.

Gut durchdachte Planung

Ein Teil des Vermögens soll aber in das Projekt zur Hilfe von schwer integrierbaren Hunden fließen und die Kosten für kompetente Hundetrainer gedeckt werden. "Unsere Einrichtung gibt es schon zehn Jahre. Jetzt muss man auch sehen, ob vielleicht Renovierungsarbeiten notwendig werden", sagt Geltner und erzählt weiter: "Unser Versprechen gilt natürlich den rund 1000 Haustieren, die wir jährlich betreuen. Sie verdienen, dass man das Geld sinnvoll und nachhaltig einsetzt!"

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