Lange Haft für zwei Dschihadisten in Salzburg

Die Verdächtigen wurden streng bewacht.
Die Verdächtigen wurden streng bewacht.Bild: Neumayr/mmv
Sie waren laut Gericht Späher und Kuriere der Massenmörder von Paris. Dafür fassten ein Algerier und ein Marokkaner Mittwoch mehrere Jahre Haft aus.
Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen (vermummte Cobra-Männer und Scharfschützen) ging der IS-Prozess nun ins Finale. Die zwei Angeklagten waren mit der Flüchtlingswelle ins Land gekommen und quartierten sich schließlich in Salzburg ein.

Dort wurden sie später in einer Asylwerberunterkunft verhaftet, weil sie direkten Kontakt mit den Drahtziehern der Anschläge in Paris gehabt haben sollen. Weiters warf ihnen der Staatsanwalt vor, eine Sim-Karte mit Nummern von ranghohen IS-Terroristen weitergegeben zu haben und somit zu den Attentaten beigetragen zu haben.

Die beiden Männer (41 und 26 Jahre alt) wiesen beim Prozess jede Verbindung zum IS strikt zurück, ihr Verteidiger beantragte Freisprüche. Doch der Schöffensenat sah das ganz anders: Er verurteilte den Marokkaner wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu sechs Jahren unbedingter Haft und den Algerier zu sechseinhalb Jahren unbedingter Haft. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. (mah)

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