Bis zu 13 Jahre Haft für katalanische Separatisten

Neun der zwölf Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung wurden in Spanien verurteilt.
Hunderttausende Menschen legten vor rund zwei Jahren Barcelona wochenlang lahm, um ihrer Forderung nach Unabhängigkeit von Spanien Nachdruck zu verleihen. Die Polizei nahm schließlich einen Großteil der Anführer – teils hochrangige Politiker der katalanischen Regionalregierung – fest.

Nun wurden neun von zwölf Angeklagte von einem Gericht in Spanien zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Oriol Junqueras, der ehemalige Vizepräsident Kataloniens, muss wegen Aufruhr für 13 Jahre ins Gefängnis. Einen geringen Teil davon ist er bereits in Untersuchungshaft gesessen. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung für Rebellion gefordert, wofür bis zu 25 Jahre Haft möglich sind.

Acht weitere Angeklagte wurden ebenfalls wegen Aufruhr verurteilt, die geringste Strafe beträgt neun Jahre. Einige von ihnen wurden auch der Veruntreuung von öffentlichen Geldern schuldig gesprochen. Ex-Parlamentspräsidentin Carmen Forcadell muss elf Jahre und sechs Monate hinter Gittern. Drei angeklagte Ex-Politiker wurden vom Vorwurf des Ungehorsams freigesprochen.

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Riesiger Prozess

Regionalspräsident Carles Puigdemont sowie eine andere katalanische Politikerin waren nach Belgien geflohen, um ihrer Verhaftung zu entgehen.

Fast 600 Zeugen wurden bei dem Monsterprozess vernommen, darunter der ehemalige spanische Regierungschef Mariano Rajoy. In seine Amtszeit fiel das von der katalanischen Regionalregierung einseitig abgehaltene Unabhängigkeitsreferendum, das die Proteste eskalieren ließ.

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