Niederösterreich

Langsamfahraktion auf A1 in St. Pölten für Tempo 100

Am Dienstag ging eine Langsamfahraktion für Tempo 100 auf der A1 und der S33 in St. Pölten in Szene.
Erich Wessely
24.05.2022, 17:00

Mit einer Langsamfahraktion haben die Personalvertretung der Stadt St. Pölten und Initiativen am Dienstag auf ihren Wunsch nach Tempo 100 auf der Westautobahn (A1) und Kremser Schnellstraße (S33) im Stadtgebiet aufmerksam gemacht. Es handle sich um eine langjährige Forderung, teilte der Magistrat in einer Aussendung mit. Der Ball liege beim Verkehrsministerium, da die Stadt keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den betroffenen Abschnitten verordnen könne.

"Auch wenn die Forderung nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen mag - eine Geschwindigkeitsreduktion im Abschnitt St. Pölten bedeutet für Autofahrer weniger Treibstoffverbrauch und mehr Verkehrssicherheit, für die Anrainer weniger Schadstoffe und Lärm", sagte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Man unterstütze die Bürger-Petition "Qualitativer Lärmschutz für St. Pölten" u.a. mit einer neuerlichen Resolution und werde gemeinsam "den Druck auch weiter erhöhen".

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Sammelpunkt Kopal-Areal für die gemeinsame Langsamfahraktion
Arman Kalteis

Die A1 habe durch ihren Verlauf im teilweise dicht verbauten Gebiet "mittlerweile den Charakter einer Stadtautobahn", wurde in der Aussendung mitgeteilt. Das starke Verkehrsaufkommen von knapp 90.000 Kraftfahrzeugen und die damit verbundene Lärm- und Schadstoffemission vermindere die Lebensqualität der Anrainer "enorm".

Ähnliche Situation auf der S33

Ähnlich sei die Situation auf einem Teil der S33, auf der bis zu 37.000 Kfz täglich unterwegs seien. Teilabschnitte der genannten Strecken "sind österreichweit die letzten Stücke 'Stadtautobahn' in einer Landeshauptstadt ohne weitergehende Geschwindigkeitsbegrenzung", hieß es. Weiters sei die Anzahl der Unfälle, vor allem im Bereich der Abfahrten St. Pölten Ost und St. Pölten Süd, im Steigen.

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