40 Jahre lang war Adi Tiller (82) Bezirksvorsteher von Wien-Döbling. Die Freundschaft zu Japan war dem verdienten VP-Politiker stets ein Anliegen. Nun wird Tiller im "Land der aufgehenden Sonne" geehrt. Die japanische Regierung hat am 29. April bekannt gegeben, Tiller den Orden der Aufgehenden Sonne mit goldenen und silbernen Strahlen für seine Verdienste zu verleihen.
Tiller war von 1978 bis 2018 Bezirksvorsteher von Wien-Döbling. Auf seine Initiative hin wurde eine Städtepartnerschaft zwischen dem Wiener Bezirk Döbling und dem Tokyoter Bezirk Setagaya 1984/85 geschlossen. Im Jahr 1991 initiierte Tiller den Jugendaustausch zwischen den beiden Bezirken. Der Austausch stand bis zum Ende seiner Amtszeit unter seiner Leitung und wird bis heute fortgeführt. Auch trug der ehemalige Bezirkschef dazu bei, dass die Donau und der durch Setagaya fließende Fluss Tamagawa zu "Schwesterflüssen" erklärt wurden.
Der Setagaya-Park in Wien-Döbling, in dem man den Wandel der vier Jahreszeiten genießen kann, wurde in Zusammenarbeit von Tiller mit dem damaligen Wiener Bürgermeister Helmut Zilk errichtet. Aus Setagaya erhielt Wien-Döbling für den Park u.a. einen Pavillon, eine Steinpagode und eine Steinlaterne geschenkt. Der Park erfreut sich bei der Bevölkerung als authentischer japanischer Garten nach wie vor großer Beliebtheit.