Larissa Marolt rechnete Sonntagvormittag auf Ö3 mit dem Showbusiness ab. In "Frühstück bei mir" hat die Ex-Dschungelcamperin und bald "Die Große Chance"-Jurorin hinter ihre Kulissen blicken lassen und zugegeben, wie schwer es für sie ist, Shitstorms und die ständige Kritik zu verkraften.
hinter ihre Kulissen blicken lassen und zugegeben, wie schwer es für sie ist, Shitstorms und die ständige Kritik zu verkraften.
"Es kränkt sehr, ich habe schon oft geweint. Jeder, der in dieser Branche arbeitet, muss es wirklich lieben. Denn man leidet mehr, als man glücklich ist", sagte Larissa Marolt beim Interview mit Claudia Stöckl zu Hause in Kärnten.
"Es hat bei mir schon bei 'Germany's Next Topmodel' angefangen, wo ich verheizt worden bin durch Leute, die mich als 'Zicke' oder 'Trampel' abgestempelt haben. Man hat mir gesagt, ich bin nicht schön und feminin genug, zu klein, zu dick und ich werde es nie schaffen. Ich habe Komplexe bekommen. Erst bei meiner Schauspielausbildung in New York hat ein Regisseur mein Selbstbewusstsein wieder aufgerichtet und gesagt, dass ich einzigartig bin und das Besondere an mir lernen soll zu lieben."
"Schockierend, dass ich als dumm abgestempelt werde"
Besonders hätte die 22-Jährige jetzt der Shitstorm nach im August getroffen. Dort scheiterte sie bei einem Wissen-Quiz an einfachen Fragen und war zum Beispiel unsicher, ob Franziskus "der neue Papst" wäre. "Ich war in einem Adrenalinzustand, wie Prüfungsangst. In jedem Fall war es schockierend, dass ich von den Medien aufgrund eines kurzen Quiz als dumm abgestempelt werde. Es war wirklich beleidigend."
Trotzdem möchte Larissa weitermachen, wenn auch nicht in Quiz-Shows: "Bei der 'Promi-Millionenshow' werde ich sicher nicht mitmachen." Ihre Bekanntheit sieht die Castingshow-Kandidatin mittlerweile mit gemischten Gefühlen: "Wenn ich jemanden im Ausland kennenlerne, nenne ich einen falschen Namen. Damit man mich nicht gleich googeln kann und irgendeinen Mist herausfindet."
Außerdem sei sie "misstrauischer und vorsichtiger geworden. Ich überlege vor allem bei Events, mit wem ich rede und über was. In dieser Branche ist nicht jeder, der so tut, dein Freund."
"Klum hat mir keinen Auftritt verschafft"
Über die Trennung vom Management von Günther Klum im Juni, der sie als "undankbares, schwieriges Mädchen" bezeichnet hatte und deren Vertrag "er aufgelöst habe", fand Larissa Marolt ebenfalls klare Worte: "Die Entscheidung kam von meinem Vater und mir, dass wir uns von Klums Agentur trennen. Es war mehr Arbeit die Anfragen an ihn weiterzuleiten, als selber zu bearbeiten. Und sowohl die Anfragen für das 'Dschungelcamp', als auch 'Let's Dance' kamen direkt zu mir, Günther Klum hat mir keinen dieser Auftritte verschafft."
"Bin ich in einigen Jahren noch gefragt?"
Sonntagnachmittag ist Marolt nach New York geflogen, um zehn Tage eine Doku-Soap über ihr Leben für RTL zu drehen. Dann kommt sie nach Wien für die Live-Shows von "Die große Chance" im ORF, wo sie in der Jury sitzt. 2015 möchte sie mit einer Schauspiel-und Sprechausbildung in Deutschland beginnen. "Ich habe oft Ängste und denke: Was ist später, in einigen Jahren, bin ich da noch gefragt? Deshalb überlege ich mein Geld in ein zweites Standbein als Geschäftsfrau zu investieren, oder vielleicht zu studieren."
Privat ist sie glücklich über die Fernbeziehung mit dem 45-jährigen US-Regisseur Whitney Sudler-Smith: "Er ist zwar ein Lebemann, aber ich bin auch eine Lebefrau und ich vertraue ihm, weil er mir das Gefühl gibt die einzige zu sein. Aber ich steigere mich in die Liebe auch nicht so hinein - ich bin einfach beruflich zu beschäftigt."
Das gesamte Interview zum Nachhören!
Red.