Fussball

LASK erleichtert: "Endlich ist der Leidensweg vorbei"

Der LASK zeigte in dieser Saison zwei Gesichter. Einem überragenden Frühjahr folgte der brutale Absturz. Coach Valerien Ismael zieht Bilanz.
Erich Elsigan
06.07.2020, 11:24

Vom Sensationsteam zur Enttäuschung des Jahres. Der LASK durchlebte in der abgelaufenen Saison eine Achterbahn der Gefühle. Nach dem Grunddurchgang führten die Linzer die Tabelle noch sensationell an. Vor der Punkteteilung hatte man sechs Zähler Vorsprung auf Salzburg, lag 14 vor Rapid, 16 vor dem WAC. Leise träumte man vom ersten Titel seit 1965.     

Doch dann kam Corona. Der Faden riss, die Stimmung kippte – verbotene Trainings wurden mit Punkteabzug bestraft. In den zehn Runden des Meister-Playoffs gelangen nur drei Siege, wurden zehn von 30 möglichen Zählern erobert. Die beinahe logische Folge: Der LASK stürzte brutal ab. Plötzlich fanden sich die Stahlstädter in der Tabelle nur noch auf Rang vier. Die direkte Quali für eine Europacup-Gruppenphase wurde verpasst.   

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"Es gab einen LASK vor Corona – der war brillant. Und es gab einen LASK nach Corona. Wenn ich analysiere, was am Platz ist: Du gewinnst Topspiele nicht, kassierst zu viele Gegentore und machst entscheidende Fehler", analysierte Trainer Valerien Ismael trocken.

Punkteteilung als Spielverderber

Detail am Rande: Gäbe es die Regel der Punkteteilung nicht, wäre der LASK dank des überragenden Frühjahres Vizemeister. Ist er aber nicht. 

"Ihr werdet kein Jammern von mir hören. Was positiv ist, ist, dass der Leidensweg nun vorbei ist. Wir gehen jetzt alle in den Urlaub." Danach will der LASK wieder angreifen. Zunächst (5./6. August) steht das Rückspiel des Europa-League-Achtelfinales gegen Manchester United am Programm. Im Hinspiel ging man mit 0:5 unter. 

"Werden wieder angreifen"

Am 24. September steigt der LASK in die neue Europacup-Saison ein. "Wir werden den schwierigen Weg annehmen und uns darauf vorbereiten. Jetzt ist die Zeit für die interne Analyse und dafür, unsere Schlüsse zu ziehen und abzuschalten", sagt Ismael.

Der Trainer verspricht, dass es künftig wieder den "alten" LASK zu sehen geben wird. "Jetzt gilt es, den Reset-Knopf zu drücken. Ich freue mich auf die Zukunft, dass wieder Fans ins Stadion dürfen und auf die neuen Spieler. Dann werden wir wieder neu angreifen."

Stürmer Joao Klauss wird jedoch nicht mehr an Bord sein. Der Leihvertrag mit Hoffenheim endet, die Deutschen holen den Brasilianer zurück.