Kantersieg! Der LASK deklassiert die WSG Tirol am Sonntag in der ersten Runde des Abstiegs-Play-offs der Bundesliga mit 6:0. Die Linzer feiern in Pasching ein Torfestival.
Die Gäste sind von Beginn an überfordert, offenbaren große Defensivschwächen und geraten schon in der neunten Minute durch Keito Nakamura in Rückstand. Noch vor der Pause schnürt Florian Flecker einen Doppelpack, sorgt für klare Verhältnisse (26., 41.).
Auch nach dem Seitenwechsel geht es in einer ähnlichen Tonart weiter. Zunächst erhöht Peter Michorl auf 4:0 (52.). Dann schlägt der eingewechselte Alexander Schmidt zu (73.). Schließlich trifft auch Nakamura zum zweiten Mal (88.).
Die Linzer zeigen also nach der Punkteteilung jene Effizienz, die ihnen im Grunddurchgang häufig abging.
Die Oberösterreicher übernehmen somit die Führung in der Qualifikationsrunde. Wattens bleibt an der fünften und vorletzten Position, vier Punkte vor Schlusslicht Admira auf dem Abstiegsrang.
Andreas Wieland (Trainer LASK):
…nach dem Spiel über das bevorstehende Duell mit Slavia Prag: „Wenn wir die Attribute wie heute auf den Platz bringen, dann ist nichts Unmöglich. Die Ausgangslage könnte besser sein. Wir haben im Hinspiel einiges vermissen lassen und wollen an das anknüpfen, was wir heute gesehen haben.“
…über das Fehlen von Gernot Trauner: „Den besten Innenverteidiger der Bundesliga zu verlieren ist für keine Mannschaft leicht. Der Gernot hat über Jahre beim LASK hervorragende Leistungen gebracht. Nicht nur in der Defensive, sondern er war auch in der Offensive gefährlich. Der Abgang war schmerzhaft, aber auch schon eine Zeit lang her. Wir müssen das als Kollektiv besser auffangen.“
Gernot Trauner (Ex-Kapitän LASK):
…über die Qualität des LASK: „Für die Qualität des Kaders ist der siebte oder achte Platz einfach zu wenig. Ich denke, dass sich das die Mannschaft nicht erhofft hat.“
…über den damaligen Titelkampf mit Salzburg: „Es wird einem erst im Nachhinein bewusst, wie knapp wir da eigentlich dran waren und was das für eine Leistung war, Salzburg an den Rand einer großen Niederlage zu bringen. Sie waren die letzten Jahre immer klar Meister und da waren wir wirklich knapp dran. Da haben sie selbst bemerkt, dass jemand da ist, der ihnen die Meisterschaft streitig machen kann.“
…über Unruhen beim LASK: „Natürlich tut das nicht gut, wenn ständig irgendwas rund um den Verein herumschwirrt, wie Corona, dem Stadion, Klagen hin und her. Das bekommen die Spieler auch mit. Natürlich sollst du dich als Fußballer auf deine sportliche Arbeit konzentrieren. Das versucht man bestmöglich umzusetzen, aber es herrscht immer ein fader Beigeschmack.“
…über seine Rolle bei Feyenoord Rotterdam: „Wir haben sicher bessere Fußballer in der Mannschaft als mich. Ich stehe für hundertprozentigen Einsatz und gebe jederzeit alles für den Verein. Mit meiner Erfahrung, die ich einbringe, strahle ich eine gewisse Souveränität aus. Ich glaube, dass sie sehr froh sind, dass ich da bin. Ich versuche so zu sein wie ich bin und die Art kommt glaube ich gut an bei den Menschen.“
Florian Flecker (LASK):
…nach dem Heimsieg: „Das tut sehr gut. Heute haben wir ähnlich wie sonst gespielt, nur heute sind die Tore gelungen. Dann sieht man, wie schwierig es ist gegen uns zu spielen.“
…über den Sieg: „Wir haben nichts anderes wie sonst gemacht. Wenn die Tore reingehen, sieht das gut aus. Wir sind wie immer aufgetreten. Das ist für uns alle ein super Erfolgserlebnis.“
…über seinen Doppelpack: „Ich habe jetzt schon länger darauf gewartet und viele Chancen liegen lassen. Der Erste geht mit ein bisschen Glück rein und dann ist der Knopf aufgegangen.“
…zum Rückspiel gegen Slavia Prag: „Es wird ein schweres Spiel. Wir wissen was auf uns zukommt. Wir werden alles versuchen und dann sehen, was dabei rauskommt.“
Alexander Schlager (LASK):
…nach dem Heimsieg: „Wir haben eine sehr gute Einstellung zu Spiel gehabt. Wir sind von Beginn an klar überlegen gewesen und ihnen keinen Zentimeter Platz gegeben. Wir wissen, dass wir zu dem fähig sind. Ich bin froh, dass uns das heute so gut gelungen ist. Ich hoffe, dass das so weitergeht.“
Peter Michorl (LASK):
…nach dem Spiel: „Wir mussten nach Donnerstag eine Reaktion zeigen, das war uns allen bewusst. In der Qualigruppe gilt es erstmal soweit wie möglich weg vom Abstiegsplatz zu kommen. Das haben wir mit dem Sieg heute erstmal erreicht. Slavia Prag und WSG Tirol, bei allen Respekt, ist ein Klassenunterschied. Trotzdem muss man ein Spiel wie heute mal hinlegen. Am Donnerstag wollen wir genau so eine Reaktion zeigen.“
Thomas Silberberger (Trainer WSG Tirol):
…nach dem Spiel: „Grundsätzlich hat nichts funktioniert. Der LASK ist mit der maximalen Intensität von der ersten Sekunde auf uns zugekommen. Sie wollten das Publikum abholen. Wir haben den LASK abgeholt. Die Mannschaft war nicht bereit gegen diese Intensität anzukämpfen. Wir haben sie regelrecht eingeladen und die Gegentore waren haarsträubend.“