Lassen wir uns die Hoffnung nicht nehmen!

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Fassungslos stehen wir vor den Nachrichten aus Pakistan. Was geht in Menschen vor, die wahllos auf Kinder schießen? Über 130 tote Kinder! Haben diese Menschen keine eigenen Kinder? Haben sie vergessen, dass sie selber einmal Kinder waren? Was macht Menschen so gefühllos, zu solchen Untaten fähig zu sein?
Täglich werden wir mit Nachrichten von Grausamkeiten dieser Art überflutet: Taliban oder Boko Haram (die 200 entführten Schulmädchen in Nigeria sind immer noch spurlos verschwunden), IS-Kämpfer oder Selbstmordattentäter, die Scharen von Unschuldigen mit sich in den Tod reißen. Ist die Menschheit hoffnungslos dem Bösen ausgeliefert?

In wenigen Tagen wird Weihnachten sein. Dann heißt es von den Engeln, die den Hirten erscheinen und ihnen Freude zurufen: "Heute ist euch der Retter geboren, Christus der Herr." Und von einem "großen himmlischen Heer" wird gesagt, es habe Gott die Ehre gesungen "und auf Erden Frieden den Menschen seiner Gnade".

Das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte in Bethlehem, in der Jesus arm zur Welt kam, wird inzwischen in die ganze Welt hinausgetragen. Aber bringt es den Frieden? Oder ist es Ausdruck der Hoffnung auf Frieden? Papst Franziskus macht uns Mut: "Lassen wir uns die Hoffnung nicht nehmen!" Für mich ist das der Kern der Weihnachtsbotschaft!

In diesem Jahr habe ich mehrere Krisengebiete besucht: Kolumbien, Libanon, Ukraine. Überall durfte ich Menschen begegnen, die Schlimmstes erlebt und erlitten haben. Aber sie haben sich nicht die Hoffnung nehmen lassen. Dazu gehört viel Mut, viel Gottvertrauen und ein starker Glaube. Aber sagt uns das Christuskind in der Krippe nicht eben das: "Lasst euch die Hoffnung nicht nehmen!"
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