Jetzt droht Niki die Zerschlagung

Das Rennen um die Übernahme der Fluglinie Niki geht in die letzten Meter. Es soll nur noch ein Bieter im Rennen sein.

Zuletzt waren noch vier Bieter im Rennen: Niki Lauda, der Gründer der Airline, sowie Condor, Tuifly und International Airlines Group (IAG), der Mutterkonzern der British Airways. Wie die "Presse" berichtet, ist einer endgültig aus dem Rennen: Niki Lauda.

Und: Wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitteilte, hat überhaupt nur noch ein Bieter die Chance auf eine Übernahme der Niki. Wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa erfahren hat, handelt es sich dabei um die IAG.

Das bedeutet: Der Airline droht jetzt die Zerschlagung. Niki selbst befindet sich nicht im Besitz von Flugzeugen – hat dafür aber wertvolle Start- und Landrechte, die bis Jahresende aufrecht erhalten werden. Um die würde es bei einem Verkauf im Kern gehen. Sollte das Unternehmen auseinanderfallen, sind in Österreich rund 900 Arbeitsplätze bedroht.

Lauda sagte, er habe den Plan gehabt, die Airline in Österreich zu halten und Jobs zu sichern. Ein Verkauf ins Ausland sei ein "Trauerspiel".

Übernahme durch Lufthansa platzte

Niki schlitterte zusammen mit der Mutter Air Berlin in die Insolvenz. Zunächst wollte die Lufthansa das Unternehmen kaufen, machte aber einen Rückzieher, als kartellrechtliche Bedenken aus Brüssel kamen.

Lauda empfand es als "moralisch als bedenklich", dass die Lufthansa, die seit dem 21. September wisse, dass sie die Niki aus kartellrechtlichen Gründen nicht bekommen kann, kurz vor Weihnachten den Stecker zog: "Eine Aktion, die mir nicht gefällt."

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(lu)

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