Rund 13.000 Teilnehmer nahmen am Sonntag am "Wings-for-Life-Run" in der Wiener Innenstadt teil. Los ging es bereits ab 11 Uhr am Rathausplatz. Ziel der Benefizaktion ist es, so viel Geld wie möglich für die Rückemarksforschung zu sammeln. So soll eine Heilung für Querschnittslähmung erforscht werden.
Für die Veranstaltung waren laut ÖAMTC etwa der Ring zwischen Operngasse und Schottengasse von 10 bis 15.30 Uhr und der Franz-Josefs-Kai von 12.30 bis 15 Uhr nicht befahrbar. Aber auch Linke Wienzeile, Gumpendorfer- und Mariahilfer Gürtel, Roßauer Lände oder auch Zweierlinie waren zwischen 12.30 und 14.00 Uhr gesperrt.
Und so sorgte der Lauf für die gute Sache für böse Gesichter bei vielen, die am Muttertag einen Besuch in der Wiener Innenstadt oder ein Familien-Mittagessen in einem der vielen Innenstadt-Lokale planten. Denn mit dem Auto war so gut wie unmöglich, in die City einzufahren. Und auch zu Fuß gestaltete sich der Ausflug schwierig. Laut Gastronomen schafften es mehrere Gäste nicht oder zu spät zu ihrer Muttertags-Reservierung.
Dazu kam, dass im Zuge des Lauf-Events während der Mittagszeit ein Hubschrauber über den Innenstadt kreiste. Den bei Sonnenschein im Gastgarten speisenden Familien rutschte vor Schreck fast der Erdäpfelsalat von der Gabel. Unterhaltungen waren so gut wie unmöglich – wie eine "Heute"-Leserin erzählt: "Wir sitzen hier beim Familienessen. Alle zwei Minuten fliegt ein Hubschrauber drüber und macht einen Höllenlärm. Man versteht sein eigenes Wort nicht!"