Launige Öffi-Durchsage sorgt auf Twitter für Wirbel

Für eine Diskussion auf Twitter sorgt eine U-Bahn-Durchsage an der U6-Station am Westbahnhof.
Für eine Diskussion auf Twitter sorgt eine U-Bahn-Durchsage an der U6-Station am Westbahnhof.picturedesk.com
Am Westbahnhof drängen Fahrgäste durch nur zwei Türen. Als die Durchsage "Bitte alle Einstiege benutzen" nichts hilft, wird die Ansage grantiger.

Eine neue Idee, entstanden durch eine lustige U-Bahn-Durchsage: Reicht es künftig zwei der zwölf U-Bahntüren in den Stationen zu öffnen? Auslöser ist ein Tweet, in dem eine Wienerin ihre Erlebnisse in der U-Bahn Station Westbahnhof (Rudolfsheim-Fünfhaus) teilt und dafür über 1.000 Likes bekommt. Alle Fahrgäste wollen schnellstmöglich nach Hause, den Feierabend genießen – und doch drängen sich alle um eine Tür. Das kommentiert die U-Bahn-Fahrerin mit einer typisch wienerischen Durchsage.

Zwölf Türen, doch nicht alle werden genutzt

Ein klassischer Dienstagabend, 18 Uhr am Westbahnhof: Die U6 ist gerammelt voll, der Bahnsteig ebenso und alle Fahrgäste wollen sich bei einer Tür reinzwängen. Dann folgt eine U-Bahn Durchsage, doch diesmal etwas philosophischer als sonst, wie eine Userin auf Twitter teilt: 

Monchmoi frag i mi, warum ma 12 Tian hom, wenn ma am Westbahnhof donn zwa Minuten stengan, wö alle bei ana Tia einsteign...

In den Kommentaren unter dem Tweet gibt es viele Rechtfertigungen. Bei anderen Einstiegen sei der Weg zum Ausgang viel weiter. Zu den anderen Wagons müsste man rennen, damit sich die Türen nicht knapp vor dem Einsteigen schließen. Durch die Pandemie hätten alle das Herdengefühl und den engen Kontakt zu fremden Wienern vermisst, meint ein User. Einig ist man sich bei der Twitter-Diskussion über die Lösung des Problems: Würden künftig alle Einstiege genutzt, könnten das einiges an Zeit sparen.

Wiener Linien: Bis zu 20 Sekunden längere Stehzeiten

Das belegt auch die Antwort der Wiener Linien auf "Heute"-Anfrage: Ja, es sei ein Problem, dass viele Fahrgäste nur die vorderen und hinteren Türen nutzen. Es komme dadurch nicht nur zu längeren Stehzeiten in den Stationen - bis zu 20 Sekunden und mehr seien da durchaus die Norm. Auch seien die Bims und U-Bahnen in den vorderen und hinteren Garnituren zum Teil bummvoll, wohingegen in der Mitte des Zuges die Wagons gähnend leer sind.

"Mir is wuascht"

Auch andere teilen diese Meinung. Ein Passagier erzählt von einem ähnlichen Erlebnis in der Straßenbahn. Der Fahrer hätte statt einer normalen Durchsage einfach "Mia is wuascht, I bin schon in da hockn" durchgesagt. Ob diese Art von Durchsagen mehr bewirken können? Oder wird sich das Verhalten der Öffi-Fahrer niemals ändern? Wurden somit zehn der zwölf Türen umsonst eingebaut?

Welche Sprüche von genervten Öffi-Fahrern hast du in Wien schon gehört? Poste deinen Lieblingssager in die Kommentare!

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