Der Konflikt in der Ukraine wird nach Einschätzung des russischen Außenministers Sergej Lawrow weitergehen und dürfte sich verschärfen. Das meldeten russische Nachrichtenagenturen am Dienstag.
Lawrow äußerte sich zu einem Telefonat, das Präsident Wladimir Putin am selben Tag mit den führenden Politikern von Finnland und Norwegen geführt hatte. Dabei sei zum Ukraine-Konflikt nichts Neues angeboten worden, sagte er. Die europäischen Länder würden lediglich versuchen, eine Rolle bei den Verhandlungen zu bekommen.
Unterdessen verschärfen sich auch Spannungen zwischen Kiew und den eigentlich verbündeten Vereinigten Staaten. Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut heftige Kritik an US-Verteidigungsminister Pete Hegseth geübt. Der Grund: Dringend benötigte Flugabwehrraketen werden nicht geliefert.
"Insbesondere warten wir seit fast einem Monat auf die Unterschrift von Herrn Hegseth bezüglich der Raketen für Patriots und Nasams", schrieb Selenskyj in den sozialen Medien. Er habe angeordnet, erneut mit der US-Seite zu sprechen.
Unter US-Präsident Donald Trump leisten die USA keine direkte Militärhilfe mehr an die Ukraine. Stattdessen kaufen NATO-Staaten US-Waffen für Kiew im PURL-Programm - doch selbst diese bereits bezahlten Lieferungen stocken.