Lawine in Tirol riss vier Menschen in den Tod

Am Mittwoch ging im Bereich des Jochgrubenkopfes in Schmirn eine gewaltige Lawine ab. Vier Personen wurden verschüttet, es soll sich dabei um eine Gruppe aus der Schweiz handeln. Drei Todesopfer konnten rasch geborgen werden, am Nachmittag die Hiobsbotschaft: Auch der vierte Verschüttete ist tot.

 

Die Lawine ging auf einer Länger von 700 Metern ab. Die Tourengeher waren Teil einer achtköpfigen Gruppe aus dem Ausland. Am Mittwoch Nachmittag waren zahlreiche Bergretter, Alpinpolizei und Lawinenhundeführer und vier Hubschrauber im Einsatz.

Kurz nach Mittag waren die acht Tourengeher am Tuxer Hauptkamm unterwegs, als sie auf einer Abfahrt im freien Gelände von der riesigen Lawine auf über 2.000 Metern verschüttet wurden. Die vier Überlebenden der Gruppe wurden mittlerweile ins Tal geflogen. Sie werden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Laut Lawinenwarndienst Tirol überwiegen derzeit recht günstige Verhältnisse. Oberhalb von etwa 2.200 Metern herrscht mäßige, darunter geringe Gefahr.

Mögliche Gefahrenstellen für den Wintersportler findet man vor allem noch in sehr steilen, bisher wenig befahrenen Schattenhängen oberhalb von etwa 2.200 Metern. An schneearmen Stellen können dort insbesondere durch große Belastung noch Schneebrettlawinen in bodennahen Schwachschichten ausgelöst werden. Lawinen können in Folge mittlere Größe erreichen und dadurch gefährlich groß für den Wintersportler werden.

Ansonsten ist im extremen, besonnten Steilgelände bis in mittlere Höhenlagen hinauf auf die oberflächige Durchfeuchtung der Schneedecke zu achten. Wintersportler können dort am Nachmittag mitunter kleine Lockerschneerutsche auslösen.

Zudem sind hochalpin, also oberhalb etwa 3.000 Metern kleine Triebschneepakete entstanden, die im schattigen, kammnahen Gelände beachtet werden sollten.

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