"Weltklasse, ein Tor für die Geschichtsbücher", schrie der Sky-Kommentator. Das Skorpion-Tor von Valentino Lazaro war der Hingucker im deutschen Fußball am Wochenende. Es sorgte weltweit für Schlagzeilen. In der Nachspielzeit lenkte der Gladbach-Legionär gegen Bayer Leverkusen den Ball mit der rechten Ferse über Kopf spektakulär zum 3:4-Endstand ins Netz.
Beim Vergleich mit Zlatan Ibrahimovic musste Kunstschütze Lazaro im Anschluss beim Sky-Interview schmunzeln. "Es ist zwar nicht so beim Tor, aber ich bleibe schon mit beiden Beinen auf dem Boden", sagte der 24-Jährige. Dann beschrieb er das Supertor. "Ich habe den Weg in die Box gesucht für die Flanke. Ich habe gesehen, dass der Ball ein bisschen in den Rücken kommt. Ginni (Matthias Ginter, Amn.d.Red.) war noch davor und wollte ihn mit dem Kopf erwischen. Ich habe einfach geschrien 'lass ihn', ich weiß nicht, ob er das gehört hat."
Lazaro gab zu, dass er den Ball genau so treffen wollte. "Das gibt es natürlich nicht oft, dass das so funktioniert." Trainer Marco Rose glaubte zunächst an ein Eigentor. "Hinterher habe ich mir das Tor in der Kabine angeguckt. Ich muss sagen: Trotz der Niederlage freut mich das als Fußball-Liebhaber. Ich konnte dadurch ganz kurz schmunzeln, auch wenn das nach einer Niederlage nicht so einfach fällt. Das hat Tino einfach herausragend gemacht."